United Aviation aus Kuwait war früher die Betreiberin der Embraer Legacy 600.

N135SGDie mysteriöse Embraer Legacy von Düsseldorf - vom Rechtsstreit zum Kriminalfall

In Mönchengladbach haben Kriminelle wertvolle Geräte und meterweise Kabel aus einer Embraer Legacy 600 gestohlen. Die Geschichte eines Flugzeuges, das früher in Kuwait flog und später 14 Jahre lang am Flughafen Düsseldorf herumstand.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Wann genau es passiert ist, weiß die Polizei Mönchengladbach nicht. «Vermutlich innerhalb der vergangenen drei Wochen», schreibt sie und stützt sich dabei auf Aussagen des Eigentümers der Embraer Legacy 600, dem Businessjet, der aus der ERJ 135 entwickelt wurde. Der hatte zuvor festgestellt, dass Unbekannte in das Flugzeug eingedrungen sind.

Der Eigner hatte den nicht mehr flugtauglichen Privatjet vor einigen Wochen auf einem nicht eingezäunten Abstellplatz bei der Trabrennbahn Mönchengladbach und damit ganz in der Nähe des örtlichen Flughafens abgestellt. Dort werden gerne LKW-Anhänger geparkt. Das muss auch Kriminellen aufgefallen sein.

«Sehr hochwertige» Gerätschaften und «sechsstelliger» Schaden

Sie sind irgendwann in den vergangenen 20 Tagen das Flugzeug eingebrochen. Es müssen Profis gewesen sein. Denn sie wussten offenbar genau, was im ausrangierten Privatjet besonders wertvoll ist. Sie stahlen gemäß der Polizei «aus dem Cockpit diverses Inventar - darunter viele Kabel», wie vergangene Woche festgestellt wurde. Der Eigentümer spricht von «sehr hochwertigen» Dingen und einem «sechsstelligen» Schaden, die Polizei von «einem besonders schweren Fall von Diebstahl».

Wer Eigentümer der Embraer Legacy 600 ist, die früher das Kennzeichen N135SG getragen hatte, ist nicht bekannt. Das 21-jährige Flugzeug wurde 2003 an die Businesscharterairline United Aviation ausgeliefert, welche es von der amerikanischen Swift Air leaste. Die kuwaitische Airline betrieb den Jet mit der Seriennummer 145706 - mit Ausnahme der Vermietung an die österreichische Jetalliance für ein paar Monate im Jahr 2004 - bis im Januar 2007.

Zur Wartung nach Düsseldorf, und dann ...

Im Jahr 2010 kam die Legacy 600 nach Düsseldorf. Dort hätte sie gewartet werden sollen. Doch irgendwann zahlte der damalige Eigner die Rechnungen nicht mehr. Und so wurde sie festgesetzt und ein Rechtsstreit entbrannte um sie.

Und so verblieb der Privatjet 14 Jahre lang am Flughafen Düsseldorf und verrottete zunehmend. Im März 2024 jedoch brachte sie der aktuelle Besitzer an den Standort in Mönchengladbach. Was er genau mit dem Flugzeug vorhat, ist nicht bekannt.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie Bilder der Embraer Legacy 600. Ein Klick aufs Foto öffnet die Galerie im Großformat.

Mehr zum Thema

Boeing 737 von Fly Armenia Airways: Warm landete ein Jet im Iran?

Mysteriöser Flug einer armenischen Boeing 737

Eine Diamond DA-42: Mit der Maschine startet Franconia Air Service Linienflüge ab Nürnberg.

Deutsche Airline startet innerdeutsche Linienflüge

Absturz in Russland: Dieser Screenshot soll die Embraer der Söldnergruppe Wagner zeigen.

Embraer Legacy 600 abgestürzt - Prigozhin laut Wagner-Gruppe an Bord

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier