Blick durch die Tür der Business-Class-Suite namens Maya: Das Konzept ...

Konzept MayaDie Business Class für die Generation Z

Wie kann die Business Class in Zukunft noch verbessert werden? Panasonic und Collins Aerospace zeigen ihre Ideen in einem Konzept namens Maya mit 45-Zoll-Bildschirm.

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Was waren die Innovationen in der Business Class in den vergangenen Jahrzehnten? In den 1990er-Jahre breitere Sitze, verstellbare Kopf- und Fußstützen, motorisierte Sitze. In den 2000er-Jahren Sitze, die sich in flache Betten verwandeln lassen. In den 2010er-Jahren direkter Gangzugang, Fischgrät-Anordnung und umgekehrte Fischgrät-Anordnung. In den 2020er-Jahren Türen für mehr Privatsphäre und Super-Suiten in der ersten Reihe.

So fasste es am Dienstag (28. Mai) bei der Kabinenmesse AIX in Hamburg Panasonic-Avionics-Chef Ken Sain in einer Präsentation zusammen. «Aber was bieten Airlines künftigen Business-Class-Fluggästen?», fragte Sain. «Sie können nicht noch mehr Türen bieten. Und zusätzlichen Platz hinzuzufügen, ist super teuer», so der Manager. Künftige Zielgruppe sei die Generation Z, deren Mitglieder aktuell in den Firmen aufsteigen würden.

Der Film ist im Sitz spürbar

Ansprechen will man die Business-Class-Reisenden von morgen mit einem Suite-Konzept, das Panasonic Avionics zusammen mit Collins Aerospace entwickelt hat. Es trägt den Namen Maya und ist aufgebaut um einen gewölbten 45-Zoll-Bildschirm, Format 21:9.

aeroTELEGRAPH konnte Maya auf der Messe kurz testen. Was auffällt: Der Sitz passt sich an das an, was auf dem riesigen Bildschirm passiert. Rast im Film ein Auto über eine Schotterpiste, spürt man das durch leichte Vibrationen am Rücken, wenn die Funktion aktiviert ist. Durch Sensoren passt der Sitz auch seine Temperatur an die des Körpers an.

Kopfhörer sind überflüssig

Minilautsprecher hinter der Kopflehne und um sie herum sorgen dafür, dass an kaum noch Kopfhörer braucht. Dabei ist der Ton sehr zielgerichtet: Eine Person, die neben der Suite steht, hört alles nicht ansatzweise so laut wie eine Person in der Suite.

Auf dem Bildschirm, der wie die ganze Suite per Smartphone gesteuert wird, lassen sich Anzeigen halbtransparent über andere Inhalte legen. So muss man einen Film nicht unterbrechen, um sich die Flugroute anzeigen zu lassen. Diese kann man sich am rechten Bildschirmrand kurz überlappend einblenden - das stört bei der Bildschirmgröße nicht.

Bild: aeroTELEGRAPH

Mögliche Nachteile von Maya

Wer sich den Flugverlauf bildschirmfüllend anschaut, erhält Zusatzinformationen. Nicht nur über das, was sich am Boden befindet, sondern auch, was im Flug passiert. «Kommt bald: Dinner-Service. Grüne Bohnen & Avocado-Salat», ist etwa entlang der Route zu lesen.

Was eventuell nicht jedem gefällt: Die Kopfstütze lässt sich nicht verstellen. Dafür ist die allerdings sehr groß. Außerdem lässt das Design der Maya-Suite nur ein Fenster frei, was wenig ist für die Business Class und manchen Reisenden ebenfalls stören könnte.

Airlines mögen es individuell

Panasonic und Collins wollen Maya nicht so auf den Markt bringen. Dafür seien die Wünsche der Fluglinien zu individuell, betonen die Unternehmen. Vielmehr wollen sie den Airlines zeigen, was möglich ist, und welche Technologien zur Auswahl stehen.

In der Bildergalerie oben sehen Sie Maya auf Fotos und in einem Video. Ein Klick aufs Bild öffnet die Galerie im Großformat.

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