Blick aus einer Dornier 328 von Skywork: Bald wieder nach London City im Einsatz.

Darwin/Etihad Regional kündigt Vertrag mit SkyworkDicke Luft zwischen Schweizer Regionalairlines

Seit Juli mietete Skywork eine Saab 2000 samt Crew. Nun wurde der Vertrag von Leasinggeberin Darwin/Etihad Regional kurzfristig gekündigt. Es fehle ihr das Personal, so die Begründung.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Dieses Flugzeug sei «für unser Bedürfnis und diese Strecke die optimale Wahl», sagte Martin Inäbnit Mitte Juli. Der Chef der Schweizer Regionalairline Skywork eröffnete damals die neue Strecke von Bern via Basel nach London City. Um sie bedienen zu können, hatte er einen Wet-Lease-Vertrag mit Darwin/Etihad Regional unterzeichnet. Eine Saab 2000 flog seither für Skywork zwischen Bern und dem Londoner Stadtflughafen hin und her.

Doch nun wird Skywork dieses «optimale» Flugzeug weggenommen. Etihad Regional kündigte den Vertrag per 12. Dezember. Das sei «ziemlich kurzfristig», kommentiert die Regionalairline. Der Leasingpartner habe mitgeteilt, es fehle an Mitarbeitern, um den Auftrag erfüllen zu können. Konkret stehen offenbar zu wenig Piloten zur Verfügung. Sie sind nicht einfach zu finden. Weltweit sind nur noch rund 50 Saab 2000 im Einsatz, entsprechend rar ist qualifiziertes Personal für den Flugzeugtypen.

Etihad Regional scheint es gut zu laufen

Ganz überraschend kam die Absage indes nicht. Skywork wollte Etihad Regional mehrere Saab 2000 abkaufen. Schon früher hatte die Fluglinie die Maschinen aus schwedischer Produktion als ideal bezeichnet. Die Gespräche über den Flugzeugkauf liefen seit fünf Monaten. Trotzdem habe sich Etihad Regional noch immer nicht festlegen können, so Skywork. Es sei harzig gelaufen, so die Airline. Die Gespräche seien schwierig gewesen, sagt man hinter vorgehaltener Hand auch auf der anderen Seite.

Bei Etihad Regional will man sich nicht näher zu den Gründen äußern. Offenbar scheint es der Südschweizer Regionalairline aber insgesamt gut zu laufen, wenn sie eine Maschine einfach so stilllegen kann. «Im Kerngeschäft im Partnernetzwerk läuft es gut. Es braucht unsere gesamte Kapazität», bestätigt denn auch ein Firmeninsider. Etihad Regional fliegt derzeit vor allem im Wet-Lease für die Schwesterairlines Alitalia und Air Berlin. Die Golfairline Etihad Airways ist an allen drei Fluglinien maßgeblich beteiligt.

Skywork holt sich Saab 2000 von anderswo

Skywork behilft sich vorübergehend mit dem Einsatz von Dornier Do328 auf der Strecke nach London City. Das bringt eine rund 10 Minuten längere Flugzeit mit sich. Die Flüge von Bern nach London Southend muss die Fluglinie ab 28. Dezember aber einstellen, weil ihr nun der Flieger dafür fehlt.

Ab April/Mai 2016 mietet Skywork dann aber zwei Saab2000 von einem Leasingunternehmen an. Bis Herbst 2017 soll die ganze Flotte umgestellt sein - auf 3 bis 5 Flugzeuge des Typs. Dann soll auch ein Ausbau des Streckennetzes «mit Augenmaß» erfolgen.

Mehr zum Thema

Kontrollturm in Zürich: Es kam erneut zu einer STörung bei Skyguide.

Erneut Panne bei Flugsicherung: Schweiz muss große Teile des Luftraums schließen

ticker-schweiz

Schweizer Parlament will Betriebszeiten der Landesflughäfen gesetzlich absichern

ticker-schweiz

Ausstellung «Phantastische Flugobjekte» startet in Luzern

ticker-schweiz

Studie: Schweizerinnen und Schweizer stehen hinter Luftfahrt

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
delta kapitaen verlaedet gepaeck
Der Flug ab Atlanta hatte schon Verspätung und es war nur ein Mitarbeiter da, um das Gepäck ins Flugzeug zu laden. Da stieg ein Pilot von Delta Air Lines aus und packte mit an.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies