Angehender Pilot: In Deutschland gibt es zu viele von ihnen. Fliegen tun sie mitunter nur in ihren Träumen.

Ausbildungs-ZuschüsseDeutsche Piloten loben Schweizer System

Die Schweiz zahlt angehenden Piloten, Fluglehrern und Luftfahrttechnikern künftig bis zu 57.000 Euro an die Ausbildung. Das System findet auch in Deutschland Anhänger.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

In Verwaltungen muss stets eine Abkürzung her. VFAL lautet sie in diesem Falle. So nennt sich die Verordnung über die Finanzhilfen für Ausbildungen im Bereich der Luftfahrt. Die schweizerische Regierung hat sie Anfang Juli erlassen. Im Edikt ist geregelt, dass ab kommenden Jahr Männer und Frauen für ihre Ausbildungen zu Berufspiloten, Fluglehrern und Luftfahrzeugtechnikern finanzielle Unterstützung beantragen können. Der Staat trägt bis zur Hälfte der Kosten - also umgerechnet maximal 57.000 Euro.

Nicht alle Schweizer Luftfahrt-Studenten bekommen aber die großzügigen Spezial-Stipendien. Von den 270 potenziellen Empfängern können nur die Ausbildungsbeiträge beantragen, die besonders qualifiziert sind.  Das Geld muss dann aber nicht zurückgezahlt werden, wenn der Student seine Ausbildung auch abschließt und beginnt in der Branche zu arbeiten. «Mithilfe dieser Förderungsmaßnahme soll einem zukünftigen Mangel an qualifiziertem Personal in der Schweizer Luftfahrt entgegen gewirkt werden», schreibt die Regierung in Bern.

In Deutschland ist der Markt für Piloten gesättigt

Davon können deutsche Piloten nur träumen. Sie zahlen für ihre Ausbildung 60.000 bis 100.000 Euro. «Eine staatliche Beihilfe gibt es dazu nicht», sagt Markus Wahl, Sprecher der deutschen Pilotenvereinigung Cockpit. Die einzige Unterstützung sei  das Bafög. Doch da geht es um kleinere Zuschüsse. Das System der Schweiz findet Wahl gut. «Es zeigt sich anscheinend ein politischer Wille, dass in Branchen, in denen Fachkräftemangel herrscht, eine Unterstützung des Staates notwendig ist. Das kann ich nur befürworten.»

Dass auch Deutschland ein ähnliches Modell einführt, glaubt Wahl nicht. «Der Arbeitsmarkt für Piloten in Deutschland ist auf absehbare Zeit gesättigt – es gibt quasi keine Stellen mehr für Piloten», so der Sprecher der Vereinigung Cockpit. Selbst bei Lufthansa befänden sich derzeit 900 Flugschüler in verschiedenen Stadien der Ausbildung. «Die meisten sind sogar mit Ihrer Ausbildung fertig und halten sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Die Chance auf Übernahme durch Lufthansa ist sehr gering», so Wahl.

Video

midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies