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Kuppel auf dem Dach

Der ultimative Fensterplatz

Ein neues Patent lässt sämtliche Flugzeugfenster alt aussehen. Es sieht vor, Premium-Passagiere in eine Glaskuppel auf dem Flugzeugdach zu setzen - mit garantierter Rundum-Sicht.

Eigentlich sind Piloten die Flugzeuginsassen mit der besten Aussicht. Ein neues Patent sieht nun vor, das zu ändern. Ausnahmsweise geht es bei dem Sitzkonzept nicht darum, mehr Leute auf weniger Platz unterzubringen. Im Gegenteil. Es soll das Fliegen angenehmer machen – zumindest für die Passagiere, die keine Angst haben. Das amerikanische Unternehmen Windspeed hat ein Patent für eine Glaskuppel auf dem Flugzeug eingereicht, unter der Passagiere sitzen können.

Man hätte so während des Fluges ein 360-Grad-Panorama, das kaum zu toppen ist. «Skydeck» heißt die Erfindung, die laut Aussagen von Windspeed auf so gut wie jedem Flugzeugtyp angebracht werden könnte. «Die Unterhaltungsmöglichkeiten während des Fluges haben sich in den vergangenen Jahren nicht wirklich verändert», so der Hersteller in einer Mitteilung. «Wir wollten etwas Neues erfinden, was Langstreckenflügen die Langeweile nimmt.»

Möglichkeit, Zusatzeinnahmen zu generieren

Man sei sich über Sorgen bewusst, dass die Installation Gewicht und Luftwiderstand negativ beeinflusse, so Windspeed Doch man habe ein Design entworfen, dank dem diese Sorgen vernachlässigbar seien. Für Fluggesellschaften, so argumentiert Windspeed, sei das System vor allem auch interessant, weil man die Sitze als Zusatzangebot an Passagiere vermarkten kann.

Der Zugang wäre auf verschiedene Weisen möglich. Zum einen stellt Windspeed einen Fahrstuhl vor, der die Sitze direkt nach oben fährt. Auch der Zugang über eine Treppe wäre möglich. Einmal oben, ließen die Sitze sich um 360 Grad drehen, heißt es. Sogar das Problem einer möglicherweise beschlagenen Scheibe will die Firma dank einer Spezialbeschichtung gelöst haben. Windspeed meint es ernst.

Skydeck ist noch nicht genehmigt

Dennoch seien Flugzeugfans gewarnt: In den nächsten Monaten wird das Skydeck sicher nicht abheben – vielleicht bleibt es auch eine Utopie. Denn genehmigt ist das Patent noch nicht. Auch ein Sicherheitszertifikat steht noch aus. «Für den nächsten Schritt braucht es nun Kunden», so Windspeed. Angeblich haben sich bereits Airbus und Boeing interessiert gezeigt. Spezifischer drückt die Firma es allerdings nicht aus.

Der Einbau in die Flieger würde laut Windspeed eine Weile dauern – mindestens 18 Monate. Am Boden bleiben müssten die Flieger aber nur drei Monate. Das ist allerdings eine recht lange Zeit. Denn jeder Tag, an dem ein Flugzeug am Boden steht, bringt es keine Einnahmen.

Sehen Sie in der oben stehenden Bildergalerie, wie Windspeed sich die ultimativen Fensterplätze vorstellt.



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