Dreamliner von Delta: Die Airline will die 18 Boeing 787 nicht mehr.

Rückschlag für BoeingDelta storniert Dreamliner-Großbestellung

Vor acht Jahren schlossen sich Delta und Northwest zusammen. Jetzt muss Boeing deshalb einen Rückschlag hinnehmen. 18 Dreamliner wurden abbestellt.

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Seit elf Jahren stand die Bestellung in den Büchern von Boeing. Delta Air Lines hatte aus dem Zusammenschluss mit Northwest Airlines im Jahr 2008 eine Order für 18 Dreamliner geerbt, die stets aufrecht behalten wurde. Doch nun ist klar: Die Fluggesellschaft will die Boeing 787-8 nicht mehr.

Wie Delta mitteilt, hat sie die Bestellung aus dem Jahr 2005 annulliert. Man habe sich mit Boeing auf eine Lösung geeinigt, heißt es. Was die Bedingungen für die Stornierung sind, geben die beiden Unternehmen nicht bekannt. «Die Entscheidung erfolgte im Einklang mit unserer Strategie, die Langstreckenflotte umsichtig zu erweitern», wird Deltas zuständiger Einkaufschef Greg May in einer Mitteilung der Airline vom Mittwoch (28. Dezember) zitiert.

Neue Bedürfnisse

An einer Bestellung von 120 Boeing 737-900 ER, die Delta ebenfalls nach der Fusion geerbt hat, hält die Airline fest. Die Bestellung der Dreamliner hatte einen Wert von rund vier Milliarden Dollar nach Listenpreisen. In der Regel geben Flugzeugbauer aber bei Großbestellungen große Rabatte. Man habe eng mit Delta zusammengearbeitet, um auf die sich verändernden Bedürfnisse der Airline einzugehen, so Boeing laut der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Das bekam auch Airbus schon zu spüren. So hat Delta zum Beispiel die Annahme von vier Airbus A350 auf 2019 und 2020 verschoben statt wie bisher geplant auf 2018. Noch hat die US-Airline ausstehende Bestellungen über 25 Airbus A350 und 25 Airbus A330 Neo. Auch bei Deltas Konkurrentin American Airlines haben sich die Planungen für die Langstreckenflotte geändert. Wie dieses Jahr bekannt wurde, will American 22 Airbus A350 im Schnitt 26 Monate später in Empfang nehmen als zunächst geplant.

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