Luftraumkarte über Frankfurt: Es gab Anpassungen, um den Verkehr besser zu schützen.

Neue RegelnDas ändert sich 2024 im deutschen Luftraum

Jedes Frühjahr werden die Luftraumänderungen für Deutschland kommuniziert. In diesem gibt es Änderungen in Berlin, Dresden, Frankfurt und Friedrichshafen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Principal Engineer - Flight Physics Simulation

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

In Deutschland gibt es knapp 23.000 Privatilotinnen und -piloten. Mit den steigenden Temperaturen und wieder länger werdenden Tagen stehen sie in den Startlöchern für die neue Flugsaison. Viele absolvieren als Vorbereitung einen Checkflug mit einer Fluglehrperson oder besuchen ein Safety-Seminar.

Wichtig ist, dass man sich über die neuesten rechtlichen Grundlagen informiert. In Deutschland ist es etwa üblich, größere Änderungen im Luftraum gebündelt einzuführen, statt diese immer wieder übers Jahr zu verteilen. Typischerweise werden sie mit der Veröffentlichung der neuen Icao-Karte im Frühjahr mitgeteilt.

Viele verschiedene Interessenvertreter

Jeder Luftraumänderung gehen intensive Abstimmungsgespräche zwischen Vertretern von Bundesverkehrsministerium, der Flugsicherung DFS sowie dem Luftfahrtamt der Bundeswehr, den Interessenvertretungen der Allgemeinen Luftfahrt wie Aopa, DAEC, Deutscher Segelflugverband DSV und Deutscher Gleitschirm- und Drachenflugverband DHV voraus. Auch die Vereinigung Cockpit sowie  Lufthansa sind an den Gesprächen beteiligt.

Die Luftraumänderungen für 2024 treten ab dem 21. März in Kraft und umfassen zahlreiche Neuerungen, wie auch der Verband der Allgemeinen Luftfahrt in Deutschland Aopa und die DFS mitteilen. Die Änderungen umfassen Lufträume von Berlin, Dresden, Frankfurt und Friedrichshafen.

HX-Zone in Dresden

In Berlin ist der Luftraum C betroffen. Dieser wird von 2500 Fuß auf 1500 Fuß westlich und östlich der Kontrollzone Berlin abgesenkt. Damit sollen an- und abgehende Linienflüge besser geschützt werden. Hintergrund sind zahlreiche Luftraumverletzungen durch Sichtflugpiloten. Eine Ausnahme für den Anflug von Süden zum Flugplatz Schönhagen ist vorgesehen.

In Dresden wird der Luftraum D außerhalb der Kontrollzone Dresden und der Transponder Mandatory Zone (TMZ) flexibler gestaltet. Denn ein Teil des Luftraums wird in einen HX-Luftraum umgewandelt. Dieser wird nur bei Bedarf aktiviert. Je nach Betriebsrichtung der Piste am Flughafen Dresden kann der HX-Luftraum vom VFR-Verkehr flexibel ohne Einschränkung genutzt werden.

Verkehr über Frankfurt soll geschützt werden

Um die Anflüge auf die Pisten 07 am Frankfurter Flughafen zu verbessern, wird ein Teil von Luftraum C im Westen (nördlich Flugplatz Langenlonsheim) auf 4500 Fuß über dem Meeresspiegel abgesenkt. Die Obergrenze der Kontrollzone Frankfurt (im Jargon CTR genannt) wird auf 2500 Fuß über Meereshöhe angehoben (bislang 1.500 Fuß über Meereshöhe).

Gleichzeitig wird der um die Kontrollzone gelegene Luftraum C im Bereich von 1500 Fuß bis 2500 Fuß MSL in Luftraum D (nicht Kontrollzone) umgewandelt. Dadurch wird eine flexiblere Verkehrsabwicklung von VFR-Verkehr unterhalb vom Luftraum C bis 2500 Fuß möglich.

Änderungen auch in Friedrichshafen

Am Flughafen Friedrichshafen ist aufgrund der Anpassung der IFR-An- und Abflugverfahren an europäische Vorschriften eine Transponder Mandatory Zone erfolrderlich, also die Zone in der verpflichtend der Transponder eingeschaltet sein muss. Ihre Höhen der Untergrenzen werden in Bezug auf Höhe über dem Meeresspiegel festgelegt, bislang galt die Höhe über dem Grund. Die Obergrenze wird auf Flugfläche 100 angehoben.

Mehr zum Thema

Eine Cessna 172 am Flugplatz Trier-Föhren: In Deutschland gelten neue Sprechfunkverfahren.

Im deutschen Flugfunk ändert sich die Ansprache

Lotse Philipp Schmitt im Tower der Deutschen Flugsicherung am BER: Freude an Privatpilotinnen und -piloten.

«Privatflieger sind das Salz in der Suppe»

Betankung einer Cessna: Avgas 100 LL wird wohl auch nach 2025 noch in Europa verfügbar sein.

Bleifrei? Davon ist die Privatfliegerei noch weit entfernt

ticker-ryanair

Ryanair fliegt von Friedrichshafen nach Zadar

Video

Bildschirmfoto 2026-11-04 um 125453
Ein Learjet 60 stürzte fast senkrecht auf eine Straße in Florida, neun Menschen starben. Jetzt wurden Teile des Höhenruders gefunden - bis zu 6,1 Kilometer vom Wrack entfernt.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
learjet absturz florida 01
Die US-Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat sich zum tödlichen Absturz des Bombardier Learjet 60 in Florida geäußert. Das sind die Erkenntnisse über die letzten Minuten des Unglücksfluges, der in ein Wohngebiet stürzte.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a340 600 d aihz duesseldorf
Zum Abschied gab es für die D-AIHZ noch einen Wassersalut: Am Montag hat auch der letzte Airbus A340-600 von Lufthansa Düsseldorf und Deutschland verlassen.
Timo Nowack
Timo Nowack