Athar Husain Khan: Er ist der letzte Präsident der AEA Association of European Airlines.

AEA und ELFAADas große Sterben der Airline-Verbände

Fast 65 Jahre lang war die AEA Association of European Airlines die Stimme der klassischen europäischen Fluglinien. Nun löst sich der Verband auf. Er ist nicht der einzige.

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Auch die schönsten Geschichten gehen einmal zu Ende. 1952 gründeten Air France, KLM, Sabena und Swissair in Brüssel das Air Research Bureau. Kurze Zeit später wurden British European Airways und SAS Mitglieder. Zweck der gemeinsamen Einheit war die Verbesserung der Zusammenarbeit auf europäischer Ebene.

Aus dem Air Research Bureau wurde mit der Zeit die einflussreiche AEA Association of European Airlines. Sie agierte bis dato die Branchenorganisation von 22 Netzwerkanbietern des Kontinents. Als Ziel gaben ihr die Mitglieder den Gedankenaustausch sowie das Einbringen der Standpunkte der Luftfahrt in den Politprozess der Europäischen Union vor. Von A wie Air France und Austrian Airlines, über B wie Brussels Airlines, K wie KLM, L wie Lufthansa und Lot, S wie Swiss oder T wie Turkish Airlines war alles mit dabei was Rang und Namen hat.

Auflösung Ende Jahr

Doch nun ist damit Schluss. «Die Association of European Airlines als Stimme der europäischen Fluggesellschaften stellt nach fast 65 Jahren ihre externe Arbeit per sofort ein», bestätigt ein Sprecher aeroTELEGRAPH einen Bericht von Air Transport World. Der Präsidialausschuss, in dem unter anderen Lufthansa-Chef Carsten Spohr sitzt, habe beschlossen, die Organisation Ende Jahr aufzulösen. Vor der Association of European Airlines hat auch der Verband der Billganbieter European Low Fares Airline Association seine Arbeit eingestellt.

Hintergrund der Einstellung ist das Aufkommen einer neuen Vereinigung. Vergangenen Januar gründeten Air France-KLM, Easyjet, IAG mit British Airways und Iberia, Lufthansa und Ryanair A4E Airlines for Europe. Erstmals waren damit klassische Airlines und Billiganbieter vereint. Sie wollen gegenüber der EU, internationalen Organisationen und nationalen Regierungen mit einer einheitlichen Stimme auftreten und erhoffen sich davon mehr Durchsetzungskraft. Inzwischen sind auch Aegean, Air Baltic, Finnair, Icelandair, Norwegian, TAP und Volotea Mitglied von A4E geworden.

Streit um Golfairlines setzte Verband zu

Die Association of European Airlines ist indes nicht ganz unschuldig an ihrem Ende. Der verband wurde in die Auseinandersetzung um die Golfairlines hinein gezogen. Vergangenes Jahr traten Air Berlin, Alitalia, British Airways und Iberia aus, weil sie keine protektionistische Luftfahrtpolitik unterstützen wollen. Alle vier Airlines haben Anteilseigner aus der Golfregion und fielen als Beitragszahler der AEA weg.

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