Frachtflugzeug Cargolux Boeing 747-400F

Clevere Container

Wenn bei der Luftfracht etwas schief geht, kann das teuer werden. Intelligente Container könnten bald für einen reibungslosen Ablauf sorgen.

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Ob indische Mangos, Steak aus Argentinien oder Pharmaprodukte - bei vielen Gütern ist es essentiell, dass die Ware schnell vom Produktions- zum Zielort gelangt: per Luftfracht. Die Branche wird mit der grossen und immer weiter wachsenden Bedeutung des Aussenhandels immer wichtiger. Geht man vom Wert der Waren aus, hat die Luftfracht inzwischen einen Anteil von 40 Prozent der ingesamt transportierten Güter.

Kein Wunder: Schnell gehen muss es eben bei den Dingen, die schnell verderblich, kapitalintensiv oder kurzlebig sind. Das macht das ganze zu einer logistischen Herausforderung. Landen die Waren am Ende am falschen Ort, oder fällt bei einem Lebensmittel- oder Medikamententransport die Kühlung aus, dann wird das für alle Beteiligten teurer.

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik arbeiten daher gerade an einem Projekt, das ein bisschen nach Science Fiction klingt: Luftfrachtcontainer, die mitdenken. Die schlauen Container heissen SmartULDs und sollen, so die Forscher, selbst in der Lage sein, zu kontrollieren, dass sie die richtige Ware an den richtigen Ort bringen. Durch ein Sensornetzwerk können die Behälter erkennen, was in ihrem Umfeld passiert und dementsprechend reagieren. Auf RFID-Chips sind alle wichtigen Daten zur Ladung gespeichert.

Alarm bei falscher Ware oder Temperatur

Wenn ein Container also mit der falschen Ware beladen wurde oder ins falsche Frachtflugzeig gelangt, schlägt er sofort Alarm. Über ein Funksystem können die Container kommunizieren - untereinander aber auch mit Logistikzentralen, um etwa ein Transportfahrzeig anzufordern. Und sogar um den eigenen Inhalt kümmern sie sich kümmern sie sich: Transportiert ein Container zum Beispiel temperaturempfindliche Güter und die Kühlung fällt aus, geht sofort ein Alarm los. So sei die lückenlose Kühlkette sichergestellt.

Für die Kommunikation und Sensorik der Behälter braucht es eine ganze Menge Technik. Die Kommunikation läuft über die internationalen Standards GSM, UMTS und GPS - die jeder von Handy oder Navigationsgerät kennt. "Wir haben bewusst auf Technologien gesetzt, die weltweit ohne zusŠtzliche Infrastruktur verfügbar sind", so Fraunhofer-Projektleiter Martin Fiedler. Während des Fluges müssen die Komponenten der Technik, die aktiv Daten senden, allerdings ausgeschaltet sein, so sieht es die Luftverkehrsordnung vor. Der Projektpartner Lufthansa Cargo hat daher ein Gerät entwickelt, das das während des Fluges automatisch erledigt. Es sei bereits einsatzbereit und werde zertifiziert.

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