Airbus A319 von Lufthansa City Airlines (Montage): Neuorganisation be Bodendiensten.

Ab JanuarLufthansa gründet neue Bodendienst-Tochter für City Airlines und Cityline

Die jüngste Tochter des Konzerns macht einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur vollwertigen Fluglinie. Lufthansa City Airlines bekommt eine neue Einheit fürs Bodenpersonal hingestellt.

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Am 26. Juni ging es los. An jenem Mittwoch im Frühsommer nahm mit City Airlines die jüngste Fluglinie der Lufthansa-Gruppe den Flugbetrieb auf. Inzwischen besteht ihre Flotte aus vier Airbus A319 und einem A320 Neo. Damit führt sie für Lufthansa Zubringerflüge nach München durch.

Der Konzern hat viel vor mit der jüngsten Tochter. Sollte City Airlines bis 2028 die Flotte auf rund 50 Flugzeuge ausbauen, ist inzwischen bereits von 80 Jets die Rede. Noch ist das allerdings nicht definitiv beschlossen. Absolut klar ist dagegen, was der zentrale Zweck der neuen Fluglinie ist. City Airlines wird dereinst Lufthansa Cityline ersetzen, wie Konzernchef Carsten Spohr auch schon öffentlich sagte.

Bodenpersonal von Cityline kann wechseln

Der Grund ist, dass die jahrzehntealte Zubringerairline Cityline zu teuer geworden ist. Die Nachfolgerin City Airlines soll nun helfen, die Kosten wieder zu senken und die Zubringerflüge wieder profitabel zu machen. Und auf dem Weg dazu hat sie nun einen technischen, aber wichtigen Schritt gemacht.

Die Konzernführung hat dieser Tage beschlossen, kommenden Januar Lufthansa Aviation zu gründen, wie es in einem Schreiben an die Mitarbeitenden vom Freitag (22. November) heißt. Das neue Unternehmen soll «die operative Leistungsfähigkeit und die Zuverlässigkeit und Effizienz» von Cityline (bis zur erwarteten Betriebseinstellung) und City Airlines sichern. Es übernimmt dazu daher ab Mitte 2025 auch alle rund 700 nicht-fliegenden Angestellten von Cityline am Boden - also von Verwaltung bis zu Technik.

«Persönliche Entwicklungsmöglichkeiten»

«Zu unveränderten Konditionen», betont ein Sprecher von Lufthansa Group. Alle Tarifverträge, Gehälter, Altersversorgungs-Ansprüche, Betriebsvereinbarungen und die Regelungen zur Seniorität und Betriebszugehörigkeit würden gültig bleiben. Zudem biete die neue Lufthansa Aviation «neue Wachstumschancen», wie es in dem Schreiben heißt. «Je größer die hochmoderne Flotte der City Airlines wird, desto mehr spannende Aufgaben, persönliche Entwicklungsmöglichkeiten und zukunftsweisende Themen warten auf das ganze Team.»

Der Bodenbereich der heutigen Cityline bekomme so eine langfristige Perspektive, ist im Schreiben weiter zu lesen. «Der Flugbetrieb von Lufthansa Cityline wird hingegen in den kommenden Jahren beendet», so das Schreiben. Denn wegen des aktuellen Tarifvertrages mit der Gewerkschaft der Pilotinnen und Piloten kann die alte Airline keine Flugzeuge mit mehr als 95 Sitzen einsetzen. Und heute geht der Trend zu größeren Jets. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hat allerdings schon mehrfach betont, sie habe angeboten, die 95-Sitze-Regelung anzupassen, um einen Fortbestand von Lufthansa Cityline zu ermöglichen.

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