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Geheime Airline als Waffenlieferant

Es klingt wie ein Drehbuch eines Films: Die CIA soll mit einer jordanischen Airline zusammengearbeitet haben, um syrische Rebellen mit Waffen zu versorgen.

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Die Webseite von Jordanian International Air Cargo: Heute offline.

«Under Construction» heißt es heute, wenn man die Internetseite von Jordanian International Air Cargo besucht. Kontaktinformationen sind keine zu finden. Es ist, als würde das Unternehmen nicht mehr existieren. Der Grund dafür: Ein Artikel der New York Times. Die amerikanische Tageszeitung deckte auf, dass die Fracht-Fluggesellschaft im Auftrag der CIA und verschiedener arabischer Regierungen Waffen von Kroatien aus an die syrischen Rebellen lieferte. Mehr als 160 Flüge soll sie im Geheimauftrag absolviert haben. Experten schätzen, dass die Iljuschin Il-76MF von Jordanian International Air Cargo bei der Frequenz der Flüge rund 3500 Tonnen an militärischer Ausstattung transportiert haben können.

Daten von Kontrollbehörden zeigen laut der New York Times, dass die Flieger zwischen Kroatien und Flughäfen in Jordanien und der Türkei unterwegs waren. Rebellen und Quellen aus der Politik in arabischen Nachbarländern würden das bestätigen, so das Blatt weiter. Heikel daran ist, dass die Regierung von Präsident Barack Obama öffentlich derartige Hilfe abgelehnt hatte. Tödliche Waffen werde man den Rebellen nicht liefern.

Flotte auf der Homepage präsentiert

Doch die Bewegungen zeigen, dass die Lieferungen auch mit den Entwicklungen im syrischen Krieg einhergehen. Offenbar seien CIA und Nachbarländer frustriert von den langsamen Fortschritten der Rebellen gewesen. Kurz nach den Wahlen in den USA sollen die ersten Flüge stattgefunden haben.

Offiziell bestätigt niemand diese Informationen. Auch von der Airline selbst hieß es gegenüber der New York Times, das seien dreiste Lügen. Die Maschinen, von denen in dem Artikel die Rede sei, befänden sich nicht einmal mehr in der Flotte. Für die Flugdaten der Transporte nach und von Kroatien hatte sie keine Erklärung. Auch nicht auf die Frage, warum auf der Internetseite die Iljuschins aufgeführt seien. Kurz danach hieß es: «Under Construction».

Flotte auf der Homepage präsentiert

Doch das Internet vergisst nichts. Zumindest fast nichts. Und darunter fällt auch die Flotte von Jordanian International Air Cargo. Die Webseite Way Back Machine archiviert Internetseiten seit 1996. Und dort kann man sehen: Noch vor kurzer Zeit gab die Airline Iljuschin Il-76MF neben Boeing B737-200 als Teil ihrer Flotte auf ihrer Internetseite an.

Die Geheimniskrämerei hat auch neben den heiklen Kriegsgeschäften einen Grund. Laut Quellen aus der jordanischen Luftsicherung soll Jordanian International Air Cargo lediglich eine verdeckte Fluglinie der jordanischen Luftwaffe gewesen sein. Die muss sich nun allerdings wohl eine neue Tarnung suchen.



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