Die Webseite von Jordanian International Air Cargo: Heute offline.

Geheime Airline als Waffenlieferant

Es klingt wie ein Drehbuch eines Films: Die CIA soll mit einer jordanischen Airline zusammengearbeitet haben, um syrische Rebellen mit Waffen zu versorgen.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

«Under Construction» heißt es heute, wenn man die Internetseite von Jordanian International Air Cargo besucht. Kontaktinformationen sind keine zu finden. Es ist, als würde das Unternehmen nicht mehr existieren. Der Grund dafür: Ein Artikel der New York Times. Die amerikanische Tageszeitung deckte auf, dass die Fracht-Fluggesellschaft im Auftrag der CIA und verschiedener arabischer Regierungen Waffen von Kroatien aus an die syrischen Rebellen lieferte. Mehr als 160 Flüge soll sie im Geheimauftrag absolviert haben. Experten schätzen, dass die Iljuschin Il-76MF von Jordanian International Air Cargo bei der Frequenz der Flüge rund 3500 Tonnen an militärischer Ausstattung transportiert haben können.

Daten von Kontrollbehörden zeigen laut der New York Times, dass die Flieger zwischen Kroatien und Flughäfen in Jordanien und der Türkei unterwegs waren. Rebellen und Quellen aus der Politik in arabischen Nachbarländern würden das bestätigen, so das Blatt weiter. Heikel daran ist, dass die Regierung von Präsident Barack Obama öffentlich derartige Hilfe abgelehnt hatte. Tödliche Waffen werde man den Rebellen nicht liefern.

Flotte auf der Homepage präsentiert

Doch die Bewegungen zeigen, dass die Lieferungen auch mit den Entwicklungen im syrischen Krieg einhergehen. Offenbar seien CIA und Nachbarländer frustriert von den langsamen Fortschritten der Rebellen gewesen. Kurz nach den Wahlen in den USA sollen die ersten Flüge stattgefunden haben.

Offiziell bestätigt niemand diese Informationen. Auch von der Airline selbst hieß es gegenüber der New York Times, das seien dreiste Lügen. Die Maschinen, von denen in dem Artikel die Rede sei, befänden sich nicht einmal mehr in der Flotte. Für die Flugdaten der Transporte nach und von Kroatien hatte sie keine Erklärung. Auch nicht auf die Frage, warum auf der Internetseite die Iljuschins aufgeführt seien. Kurz danach hieß es: «Under Construction».

Flotte auf der Homepage präsentiert

Doch das Internet vergisst nichts. Zumindest fast nichts. Und darunter fällt auch die Flotte von Jordanian International Air Cargo. Die Webseite Way Back Machine archiviert Internetseiten seit 1996. Und dort kann man sehen: Noch vor kurzer Zeit gab die Airline Iljuschin Il-76MF neben Boeing B737-200 als Teil ihrer Flotte auf ihrer Internetseite an.

Die Geheimniskrämerei hat auch neben den heiklen Kriegsgeschäften einen Grund. Laut Quellen aus der jordanischen Luftsicherung soll Jordanian International Air Cargo lediglich eine verdeckte Fluglinie der jordanischen Luftwaffe gewesen sein. Die muss sich nun allerdings wohl eine neue Tarnung suchen.

Mehr zum Thema

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Platz 10: Moskau - St.Petersburg. 117 Flüge pro Tag.

Die zehn verkehrsreichsten Routen der Welt

Shanghai in China: Eines der Asien-Ziele von Lufthansa.

Asien-Flüge machen Lufthansa Sorgen - Strecken stehen auf Prüfstand

Ausgelöste Notrutsche: Der Flug fand nicht statt.

Frau aktiviert versehentlich Notrutsche - und alle steigen aus

Video

Die Landung der saudischen Boeing 787 in Funchal: ungewöhnlicher Gast auf Madeira.
Langstreckenjets sind am Flughafen von Madeira seltene Gäste. Nun gab es eine Premiere: Eine Boeing 787 der saudischen Regierung landete in Funchal. An Bord sollen sich Mitglieder der Königsfamilie befunden haben.
Redaktion
fedex express boeing 777 f rosie
Der Flughafen Memphis trägt nun den Namen von Fedex-Gründer Frederick Wallace Smith. Die erste Landung nach der Umbenennung absolvierte eine Boeing 777 F mit ganz besonderer Bemalung.
Timo Nowack
Timo Nowack
iberia sonnenfinsternis
Die Sonnenfinsternis hielten die Menschen an vielen Orten in Europa in Atem. Iberia beobachtete sie von einem Airbus A321 XLR aus - und hielt das im Video fest.
Timo Nowack
Timo Nowack