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Toulouse-Blagnac

Chinesen entern Airbus-Flughafen

Chinesische Firmen kauften 49,9 Prozent des Flughafens Toulouse und damit des Werksflughafens von Airbus. Haben sie mehr Macht als Frankreich zugibt?

Aeroport Toulouse-Blagnac

Airbus A350: Toulouse-Blagnac ist Verkehrs- und Werksflughafen.

Die Zentralregierung in Paris habe die Weisung vorgegeben, die französischen Flughäfen sollten modernisiert und so wettbewerbsfähiger gemacht werden. Und im Rahmen dieses Auftrages sei der Verkauf eines Aktienpakets von 49,99 Prozent am Flughafen Toulouse-Blagnac zu verstehen. Den Zuschlag bekam kürzlich das Konsortium Symbiose. Es besteht aus den beiden branchenfremden chinesischen Unternehmen Shandong Hi-Speed Group und Friedmann Pacific Asset Management sowie beratend dem kanadischen Ingenieurs- und Baukonzern SNC-Lavalin.

Frankreichs staatlichen Vertreter bemühten sich schnell, alle möglichen Bedenken zu zerstreuen. Der neue Großaktionär müsse sich an alle Vorschriften der Konzession halten. Zudem verbleibe ja die Mehrheit bei staatlichen Institutionen. Der neue Aktionär ermögliche, die Zukunft aktiv zu gestalten. Vielerorts sieht man es dennoch nicht gerne, dass mit Toulouse-Blagnac ausgerechnet eine wichtige Infrastrukturanlage nun in chinesischen Händen ist – zumal das Airbuswerk gleich am Flughafen liegt.

Chinesen haben am Ende das Sagen

Und inzwischen gibt es Zweifel an den Beteuerungen der Regierung. Das Nachrichtenportal Mediapart schreibt, in Tat und Wahrheit könnten die Chinesen schalten und walten wie sie wollten. Denn sie dürften die Mitglieder der Geschäftsführung alleine bestimmen. Und im Aufsichtsrat würden sich die Staatsvertreter außer in Ausnahmefällen der Stimme enthalten. Mediapart stützt sich bei ihren Aussagen auf interne Dokumente.



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