MA-60 von Xian im Landeanflug: Die große Schwester soll auch bald fliegen.

China startet Angriff auf Bombardier

Bereits in vier Jahren soll die neue Turbopropmaschine MA-700 des Herstellers Xian fliegen. Und dann den Markt umkrempeln.

Top-Jobs

Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Jetzt ist es offiziell - und es ist eine kleine Überraschung. Noch im September erklärte die Herstellerin Xian Aircraft Industry Company an der Beijing International Aviation Exhibition, der Erstflug werde in sechs bis sieben Jahren stattfinden. Nun heißt es, die neue zweimotorige Turbopropmaschine Xian MA-700 mit 70 bis 90 Sitzplätzen solle bereits 2015 erstmals in die Luft steigen. Dies verkündete Entwicklungschef Zhu Jianxin gemäß der Tageszeitung China Daily Anfang Dezember. Momentan befinde man noch in der Designphase. Nächstes Jahr soll nach dem Businessplan des Unternehmens die Produktion der ersten Prototypen beginnen.

Die MA-700 (MA steht dabei für Modern Ark, also moderne Arche) ist eine Weiterentwicklung der kleineren Typen MA-60 und dessen modernisierte Version MA-600. Im Entwicklungsprozess arbeitet Xian mit dem ukrainischen Hersteller Antonow zusammen. Mit dem Regionalflieger wagen sich die Chinesen auf ein neues Territorium vor. «Im Gegensatz zur Vorgängerversion MA-600, die auf die Bedürfnisse der dritten Welt ausgerichtet ist, ist die MA-700 für reife Märkte konzipiert», erklärte Zhu weiter. Man werde die Maschine nach Europa und Nordamerika verkaufen wollen. Man werde denn auch in beiden Regionen die nötigen Zertifikate beantragen.

Gegen die Duopolisten

Den Chinesen ist es mit ihrem Vorstoß in die entwickelten Märkte offenbar sehr ernst. Bereits im Jahr 2018 rechnen sie mit einem Anteil von 40 Prozent am Markt für Turboprop-Regionalflugzeuge. Dieses große Kuchenstück müssen sie den beiden bisher dominanten Anbietern wegnehmen: Bombardier und ATR. Die Kanadier haben mit ihrer Dash 8 eine starke Stellung, die Franzosen mit ihren Modellen ATR 42 und ATR 72.

Mehr zum Thema

Jetblue Airbus A220-300

Wie viel wissen Sie über den Airbus A220?

Eine Gulfstream G800.

Businessjets boomen, Turboprops leiden unter Strafzöllen der USA

ticker-bombardier

Bombardier übertrifft Prognosen 2025 und schließt Turnaround ab

Bombardier Global 6500: Trump will kanadischen Fliegern die Zulassung entziehen.

Trump droht Kanada mit Entzug von Flugzeug-Zertifizierungen – Weißes Haus rudert zurück

Video

michael rousseau air canada
Nach dem tödlichen Unglück einer Bombardier CRJ 900 am New Yorker Flughafen La Guardia brachte der Chef von Air Canada sein Mitgefühl zum Ausdruck - allerdings nur auf Englisch. Nun kommt von hochrangiger Stelle eine Rücktrittsforderung - auch, weil es nicht der erste sprachliche Fauxpas ist.
Timo Nowack
Timo Nowack
united crj 450 interior
Neun Sitze weniger, dafür eine Business Class und mehr Komfort. United Airlines will bis 2028 rund 50 Regionalflugzeuge vom Typ Bombardier CRJ 200 umrüsten und verpasst ihnen dazu gleich einen neuen Namen: CRJ 450.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die Boeing 737 von Ariana Afghan Airlines nach dem sie zum Stoppen kam: Keine Verletzten.
Eine Boeing 737 ist in Kabul nach der Landung von der Piste abgekommen. Niemand wurde verletzt. Das Flugzeug erlitt jedoch erhebliche Schäden. Ariana Afghan Airlines erklärt, solche Vorfälle seien keine Seltenheit, und verweist auf das Unglück in New York-LaGuardia.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin