Eine MA60 von Xian (hier von Air Zimbabwe): Starthilfe für Air Burundi.

Neustart für eine tote Airline

China schenkt Air Burundi zwei Xian MA60. Nicht ohne Hintergedanken - sie will die eigenen Flieger in Afrika etablieren.

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2009 war der Ofen aus. Die Raytheon Beechcraft 1900 von Air Burundi hatte die maximale Flugstundenanzahl erreicht und musste zur Generalüberholung nach Südafrika. Damit war der einzige Flieger der nationalen Fluggesellschaft außer Betrieb. Gestartet ist er seither nie mehr im Linienbetrieb. Die Airline existiert seither nur noch als Bodenabfertiger und Betanker am Flughafen der Hauptstadt Bujumbura, als Transporteur für Frachtlieferungen und als Reisebüro. Doch nun will sie einen Neuanfang machen. Dazu bestellte Air Burundi letzten Dezember zwei Turbopropmaschinen des Typs Xian MA60. Damals wurde bereits von «vorteilhaften Konditionen» gesprochen, welche China der afrikanischen Fluggesellschaft gewähre, wie Can News berichtete.

Doch nun scheint aus der Bestellung gar ein Geschenk geworden zu sein, wenn man dem auf Burundi spezialisierten Nachrichtenportal AG News glauben will. Der erste Flieger werde im Mai ausgeliefert, der zweite bis Ende Jahr, sagte Air Burundis technischer Direktor Jean Ndikunkiko gegenüber AG News. Nun würde Personal rekrutiert, das in China ausgebildet werde. Mit den neuen 60-plätzigen Fliegern plant die Airline Flüge im Inland sowie in die Nachbarländer Kenia, Kongo, Ruanda, Tansania und Uganda. Derzeit fliegen Airlines aus diesen Staaten nach Bujumbura und teilen so den Markt unter sich auf.

ATR und Bombardier verdrängen

Auch wenn das Geschenk von China nicht bestätigt ist; Sinn würde es für die Volksrepublik allemal machen. Denn in Zentralafrika kommen bislang vor allem die französisch-italienischen ATR, die kanadischen Bombardier oder tschechische LET oder amerikanische Cessnas oder Beechcrafts zum Einsatz. In diesen markt einzudringen wäre für den chinesischen Hersteller Xian von zentraler Bedeutung.

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