Letzte Aktualisierung: 6:19 Uhr

Nach Problemen bei Notlandung

China schränkt Air Koryo ein

Schon Großbritannien warnte nach einer Notlandung vehement vor Nordkoreas Staatsairline. Nun zieht China nach und belegt Air Koryo mit Auflagen.

Nach einem Zwischenfall mit einer Air-Koryo-Maschine im chinesischen Shenyang drohen der nordkoreanischen Staatsairline weitere Konsequenzen. Man werde «Maßnahmen ergreifen, um den Betrieb einzuschränken», teilt Chinas Luftfahrtbehörde Civil Aviation Administration of China dieser Tage mit. Der größte Teil aller internationalen Flüge von Air Koryo geht nach China, daneben gibt es noch ein paar Flüge nach Russland. In die EU oder die USA darf die Airline nicht fliegen.

Eine Tupolew Tu-204 von Air Koryo musste am 22. Juli auf dem Weg von Pjöngjang nach Peking in Shenyang notlanden, nachdem es zu Rauch in der Kabine gekommen war. Schuld war ein Feuer in einem Lautsprecher unterhalb eines Gepäckfaches. Darüber hinaus fanden die chinesischen Ermittler aber drei Probleme während des Notfalls, die aber nicht weiter spezifiziert wurden.

Schon Großbritannien warnte vor Air Koryo

Die Civil Aviation Administration of China verlangt darum von der Fluggesellschaft, Wartung und Training sowie die Kommunikation mit der Flugsicherung zu verbessern. Auch der Umgang mit geplatzten Reifen, Triebwerksbränden, Druckverlusten und Kollisions-Warnungen müsse besser geübt werden, so die Behörde.

Nach der Notlandung im Juli hatte bereits Großbritannien die Reisehinweise für Nordkorea überarbeitet. «Ein Zwischenfall mit einem Air-Koryo-Flug im Juli zeigt einmal mehr auf, wie wenig über die tatsächliche Sicherheitslage bei Air Koryo bekannt ist», so die Regierung auf ihrer Webseite. Wer nach Nordkorea reisen will, hat in der Regel wenig andere Wahl als mit Air Koryo zu reisen. Nur noch Air China fliegt ins Land. Auf den internationalen Strecken setzen die Nordkoreaner immerhin neuere Flugzeuge ein. Nach Peking etwa fliegt sie mit Tupolev Tu-204.

Flieger aus Zeiten des Kalten Krieges

Doch auf Strecken im Land selbst sind teils noch Flieger aus Zeiten des Kalten Krieges im Einsatz – was wiederum einige echte Luftfahrtfans dazu veranlasst, extra nach Nordkorea zu reisen, um die museumsreife Flotte einmal zu erleben.



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