Piloten von Urumqi Air: Die Fluglinie lockt mit hohen Gehältern.

EngpassChina lockt Piloten mit fürstlichen Löhnen

China braucht pro Woche hundert neue Piloten. Und die sind im eigenen Land nicht immer zu finden. Daher lockt das Land nun ausländische Kandidaten mit hohen Löhnen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

In den westlichen Ländern scheint der Pilotenberuf derzeit alles andere als ein Traumjob zu sein. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitnehmern. Wer darauf keine Lust mehr hat, sollte seinen Blick nach Osten richten. In China locken Fluggesellschaften Piloten mit fürstlichen Löhnen.

Die Zahl der Airlines in China hat in den vergangenen fünf Jahren um 28 Prozent auf 55 zugenommen. Die Flugzeugflotte hat sich in dieser Zeit mehr als verdreifacht - auf 2650 Maschinen. In den nächsten zwei Jahrzehnten soll sich der Luftverkehr in der Volksrepublik noch einmal vervierfachen. Und irgendwoher müssen die Piloten herkommen, welche die ganzen Passagiere transportieren.

Hundert Piloten pro Woche

Hundert Piloten pro Woche müssen chinesische Fluggesellschaften in den kommenden Jahren einstellen, um dem Bedarf gerecht zu werden. Und dafür haben sie eine hohe Zahlungsbereitschaft. Startup-Airlines in China zahlen den neuen Piloten teilweise bis zu 26.000 Dollar monatlich und damit mehr als das, was Delta oder andere große amerikanische Airlines ihren altgedienten Kapitänen zahlen. Das liegt laut den Beratern von Kitdarby bei 17.000 Dollar.

«Wenn wir eine Airline fragen: Wie viele Piloten braucht Ihr? Dann sagen Sie: Wir können alles nehmen, was ihr uns bringt!», berichtet Dave Ross, Chef der Recruiting-Firma Wasinc International, gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. Er rekrutiert Piloten für verschiedene chinesische Anbieter wie etwa Chengdu Airlines, Qingdao Airlines oder Ruili Airlines.

22.000 Dollar im Monat für Umzug in die Peripherie

Für viele chinesische Anbieter ist Geld aber tatsächlich die einzige Möglichkeit, qualifizierte Jobkandidaten für sich zu gewinnen. Teilweise sind die neuen Fluglinien nirgendwo anders bekannt als in ihrer Region. Wer für Urumqi Air aus Urumqi zwischen der Mongolei und Kasachstan eine Boeing 737 als Kapitän fliegen will, kann dafür bis zu fast 22.000 Dollar verdienen.

In Deutschland sieht es bei den Gehältern unterschiedlich aus. Kapitäne verdienen bei der Lufthansa umgerechnet zwischen 175.000 und 300.000 Dollar pro Jahr. Bei Air Berlin sind es zwischen rund 120.000 und rund 180.000 Dollar. In der Schweiz beträgt der Durchschnitt umgerechnet etwa 180.000 Dollar. Die wirklich hohen Gehälter der dienstältesten Kapitäne liegen bei rund 250.000 Dollar, heißt es auf der Seite Pilots Jobs Network.

Gehälter im Westen niedriger

Aber die bürokratischen Hürden für Piloten, die nach China wollen, sind hoch. So müssen ausländische Piloten teilweise Jahrelang warten, bis sie von den Behörden tatsächlich die Erlaubnis erhalten, ein chinesisch registriertes Flugzeug zu steuern.

Mehr zum Thema

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Platz 10: Moskau - St.Petersburg. 117 Flüge pro Tag.

Die zehn verkehrsreichsten Routen der Welt

Shanghai in China: Eines der Asien-Ziele von Lufthansa.

Asien-Flüge machen Lufthansa Sorgen - Strecken stehen auf Prüfstand

Ausgelöste Notrutsche: Der Flug fand nicht statt.

Frau aktiviert versehentlich Notrutsche - und alle steigen aus

Video

Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.
Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
md 11 ups unglueck ntsb
Der tödliche Absturz einer McDonnell Douglas MD-11 von UPS im Jahr 2025 wurde durch ein beschädigtes Teil in der Triebwerksaufhängung ausgelöst. Nun ist klar: Boeing beschäftigte sich schon länger mit solchen Schäden, als bisher bekannt war. Und es gab weitere Fälle. Behörden und Airline wollen die Schwere des Problems nicht erkannt haben.
Timo Nowack
Timo Nowack