Flieger Air China und United: Kompliziertes Verhältnis.

Palau spürt FolgenChina lässt Trick von United und Co. nicht durchgehen

US-Airlines glaubten, das Verbot der Nennung Taiwans umgehen zu können. Peking lehnt den Trick ab. Das Beispiel einer Pazifik-Airline zeigt mögliche Konsequenzen.

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Eigentlich sah es danach aus, als ob alles geregelt wäre. Das chinesische Außenministerium hatte vergangene Woche verkündet, dass alle 44 angeschriebenen Fluglinien der Bitte nachgekommen seien, auf ihren Webseiten jegliche Hinweise auf Taiwan, ein unabhängiges Hongkong und ein unabhängiges Macau zu tilgen. Die großen US-Airlines versuchten, China zufrieden zu stellen und trotzdem Taiwan nicht völlig vor den Kopf zu stoßen.

American, Delta, Hawaiian und United führen die Destination Taipeh neuerdings ohne Landesangabe auf. Lufthansa hat dagegen bei Taipeh den Länderzusatz «Taiwan, China» gesetzt. Doch der amerikanische Trick wird in Peking nun doch nicht akzeptiert. Die Civil Aviation Administration of China anerkennt gemäß der Nachrichtenagentur AP zwar, dass American, Delta, Hawaiian und United «gewisse Änderungen vorgenommen» haben. Die Berichtigung des Inhaltes sei aber «immer noch unvollständig», so die Luftfahrtbehörde.

Ärger in Palau

Wie gefährlich eine Nichtbefolgung von chinesischen Anweisungen sein kann, zeigt das Beispiel von Palau. Weil der Inselstaat diplomatische Beziehungen zu Taiwan unterhält, wies Peking alle chinesischen Reiseveranstalter an, keine Urlaubsangebote für das kleine Land im Pazifischen Ozean mehr anzubieten. Die Einhaltung wird seit vergangenem Herbst durch die Behörden genau kontrolliert.

Die Folge: Palau Pacific Airways musste die Flüge nach China einstellen. Zuvor hatten sich die Passagierzahlen auf der Strecke von Hongkong zur Insel Koror innerhalb weniger Monate mehr als halbiert. Die Nationalairline hatte die Route seit 2014 bedient.

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