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Nach Feuer

Chaos in Chicago dauert an

Ein absichtlich gelegtes Feuer schaltete am Freitag den Flugverkehr um Chicago aus. Die Probleme dauern bis heute an.

Flightaware

Luftraum Chicago am Freitag: Nichts ging mehr.

Der 36-Jährige Mann wetterte zuerst auf Facebook. Die amerikanische Regierung verhalte sich «unethisch». Er spielte damit offensichtlich auf die Interventionen in diversen Krisenherden an. Und deshalb werde er das Kontrollzentrum außer Gefecht setzen – und sich selbst. Das tat der Angestellte B.H. dann auch. Er legte kurze Zeit später ein Feuer in der Zentrale, in welcher der Flugverkehr rund um Chicago kontrolliert wird.

Das führte am Freitag (26. September) zu einem totalen Chaos im Luftraum um die Millionenmetropole. Sowohl der Flughafen Chicago O’Hare als auch Chicago Midway mussten den Betrieb einstellen. Beinahe 2000 Flüge fielen am Freitag aus, ebenso viele waren massiv verspätet. Das spürte man nicht nur in Chicago. Auch in Atlanta, Boston, Detroit oder New York La Guardia stiegen die Flugstreichungen in der Folge massiv an.

Noch lange nicht zurück im Normalbetrieb

Noch immer muss die amerikanische Behörde FAA den Verkehr um Chicago über andere Zentren steuern. Denn der Kontrollturm in O’Hare kann die Flugpläne der Flüge im Luftraum über Chicago momentan noch immer nicht erhalten. Am Samstag konnten daher erst 60 Prozent der üblichen Flüge in O’Hare starten, in Midway waren es 75 Prozent. Und auch am Sonntag erreichen die Airports noch nicht 100 Prozent. Die FAA rechnet damit, dass sich die Lage frühestens am Montag normalisiert.

Inzwischen fragen sich Politiker, wie es passieren konnte, dass ein einziger Mann so ein Chaos verursachen konnte. Sie fordern eine Untersuchung und erhöhte Sicherheitsmaßnahmen. Der Täter wurde mit Verletzungen verhaftet und wird in Bälde angeklagt.



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