Laut Schätzungen der Deutschen Flugsicherung DFS lässt der Deutsche Wetterdienst jährlich rund 7500 Wetterballons aufsteigen. Zwei Mal täglich steigen die mit Helium gefüllten Ballons auf eine Höhe von etwa 30 Kilometern. Dabei sammeln die smartphonegroßen Messgeräte Daten wie Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit. In der Stratosphäre platzt der Latexballon, und das Messgerät sinkt an einem Fallschirm zu Boden.
Weltweit werden jährlich mehr als 600.000 Wetterballons gestartet. Mitunter hat das auch unangenehme Folgen. Über Nordspanien sind sich Anfang Februar ein Wetterballon und ein österreichischer Businessjet gefährlich nahegekommen, wie die Comisión de Investigación de Accidentes e Incidentes de Aviación Civil mittteilt. Bei dem Flugzeug handelt es sich um eine Dassault Falcon 2000 von Skyside mit dem Kennzeichen OE-HLK, so die spanische Behörde für Flugunfalluntersuchungen.
Wetterballon war zehn bis 20 Meter entfernt
Der Businessjet war am 1. Februar auf dem Flug von Porto nach Stockholm, als es über der Provinz La Coruña zu dem Vorfall kam. In der Reiseflughöhe von 43.000 Fuß, also rund 13.100 Metern, kreuzte das Flugzeug einen Wetterballon. Nach Angaben der Besatzung betrug der Abstand nur zwischen zehn und zwanzig Metern. Die Falcon war zu diesem Zeitpunkt mit rund 920 km/h unterwegs. Die Falcon landete planmäßig in Stockholm. Verletzte oder Schäden gab es nicht. Ende 2025 kollidierte eine Boeing 737 Max mit einem Ballon.