Die Gulfstream G700 am Boden: Sie kann schon alleine rollen.

G700Gulfstream will mit neuem Businessjet auftrumpfen

Der Flugzeugbauer antwortet auf Bombardiers Global 7500. Die Gulfstream G700 setzt dabei neue Maßstäbe, was die Größe der Kabine angeht.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Auch wenn es ein Flugzeug ist, spricht Gulfstream von seinem neuen «Flaggschiff»: Der Businessjethersteller hat in Las Vegas die G700 vorgestellt. Dabei hängt er die Erwartungen selber sehr hoch. Bei der Vorstellung eines maßstabsgetreuen Modells vor Beginn der Businessjet-Messe NBAA in Las Vegas sagte Gulfstream-Präsident Mark Burns: «Diese Ankündigung ist die größte Nachricht in der Geschichte der Geschäftsluftfahrt.»

Was macht die G700 also so besonders? Gulfstream verspricht die größte, breiteste und längste Kabine in der Branche, wobei der Hersteller dabei auf Konkurrenten wie Bombardier und Embraer blickt, aber nicht auf die Businessjet-Versionen der Passagierflieger von Airbus (ACJ), Boeing (BBJ) und Embraer (Lineage). Zum Vergleich: die Kabine der G700 ist 1,91 Meter hoch, 2,49 Meter breit und 17,53 Meter lang. Die des großen Konkurrenten Bombardier Global 7500 bringt es auf eine Höhe von 1,88 Meter, Breite von 2,44 Meter und Länge von 16,59 Meter.

Große Küche, Suite mit Dusche

Die G700 kann 7500 Seemeilen oder 13.890 Kilometer weit fliegen bei Mach 0.85 oder 11.853 Kilometer bei Mach 0.90. Bombardier gibt für die Global 7500 eine Reichweite von bis zu 7700 Seemeilen oder 14.260 Kilometern an bei Mach 0.85, acht Passagieren und vier Crewmitgliedern. Ausgestattet ist die G700 mit 20 großen Fenstern, Platz für bis zu 19 Passagiere und einer großen Küche. Die Kabine ist einteilbar in bis zu fünf Bereiche und zum Beispiel mit einer Master Suite mit Dusche erhältlich. Die Beleuchtung kann durch LED-Leuchten Sonnenauf- und -untergang nachahmen.

Im Cockpit ist die G700 ausgestattet mit dem sogenannten Symmetry Flight Deck, mit vielen Touchscreens, mit aktiven Sidesticks und Head-up-Displays, wie auch schon die kleineren G500 und G600. Als Triebwerke kommen Rolls-Royce Pearl 700 zum Einsatz und die Tragflächen haben neu entwickelte Winglets.

Auslieferungen für 2022 geplant

Am Boden hat Gulfstream man schon viele Tests abgeschossen, unter anderem Vibrations-, Triebwerks-, Beladungs- und strukturelle Tests. Präsident Burns zeigt in Las Vegas auch ein Video, in dem die G700 schon aus eigener Kraft rollt. Der Hersteller will fünf klassische sowie einen voll ausgestatteten Testflieger bauen. Die Produktion läuft bereits.

Erste Auslieferungen sind für 2022 anvisiert. Auch zwei Kunden gibt es schon: Qatar Airways' Businessjet-Sparte Qatar Executive nimmt zehn der Flieger. Flexjet aus den USA ist der andere Erstkunde, ohne das jedoch verraten wurde, wie viele der Flieger das Charterunternehmen kauft.

Sehen Sie in der oben stehenden Bildergalerie erste Bilder der Gulfstream G700.

Mehr zum Thema

Platz 2: <strong>Bombardier</strong>. Von allen Herstellern konnten die Kanadier das größte Plus erzielen. Mit 138 übergebenen Jets warten es 15 mehr als im Vorjahr.

Mit diesen Businessjets muss Bombardier Erfolg haben

Gulfstream-Jet von Qatar Executive: Die Businessjet-Sparte von Qatar Airways bekommt vier weitere ...

Qatar Airways bestellt für Milliarde bei Gulfstream

Global 7500: Bombardiers Hoffnungsträger.

So will Bombardier gegen Gulfstream zurückschlagen

Die berühmte Mickey Mouse One: Heute wird sie im Museum in Palm springs ausgestellt.

Was Mickey Mouse mit dem Erfolg von Gulfstream verbindet

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier