Businessjet: Viele wurden zur Begleichung von außergerichtlichen Vergleichen benutzt.

KorruptionsbekämpfungBusinessjets stehen ungenutzt in Saudi-Arabien herum

In Saudi-Arabien stehen Dutzende von teureren Businessjets ungenutzt herum. Der Grund: Die Anti-Korruptionskampagne der Regierung.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs

Ende 2017 leitete Kronprinz Mohammad bin Salman bin Abdulaziz Al Saud eine Anti-Korruptionskampagne ein. Im ersten Jahr nahm die Regierung Saudi-Arabiens umgerechnet mehr als elf Milliarden Euro aus Vergleichen ein. Wie die Nachrichtenagentur Reuters aufgrund von Informationen von Insidern schreibt, wurden im Rahmen dieser Aktion neben Bargeld und Sachwerten wie Kunst und Immobilen auch über 70 Businessjets vom Staat eingezogen. Oder die Besitzer können sie nicht mehr benutzen, da sie mit Reisesperren belegt wurden.

Die Flieger haben einen Wert von mehreren hundert Millionen Euro. Sie stehen teilweise seit Monaten unbenutzt auf Flughäfen wie Riyadh oder Jeddah herum. Diese Zahl ist damit nun mehr als doppelt so hoch wie noch im März 2018, als das Magazin Corporate Jet Investor erstmals von 30 parkierten Jets sprach.

Komplizierte rechtliche Besitzverhältnisse

Neben Fliegern von Bombardier und Gulfstream sollen sich auch grössere Modelle von Airbus ACJ und Boeing BBJ unter der beschlagnahmten Flotte befinden. Unklar ist auch wie der Staat die Flugzeuge verkaufen kann, da die Businessflugzeuge vielfach auf Offshore-Firmen im Ausland eingetragen sind und teilweise noch Leasingverträge auf den Jets lasten. Die Besitzverhältnisse zu ändern, geht bei solchen Konstrukten nicht ohne weiteres.

Durch diese Entwicklung ist der Markt Saudi-Arabien nicht mehr so attraktiv. Der Kommerzchef von Vistajet, Ian Moore, vergleicht die Situation mit China wo eine vergleichbare Anti-Korruptionskampagne den Markt für Businessjets gebremst hat. Ein eigenes Flugzeug zu besitzen, sei momentan nicht wirklich akzeptabel. Doch es gibt Auswege für die Superreichen.

Ab via die Emirate

Wohlhabende Bürger von Saudi-Arabien fliegen noch vielfach mit kommerziellen Airlines in die Vereinigten Arabischen Emirate und chartern von dort einen Businessjet, wie lokale Quellen Reuters berichten. Die Zahl der in Saudi-Arabien registrierten Businessjets ist gemäss Daten von Flight Ascend Consultancy per Dezember 2018 auf 129 zurückgegangen. Ein Jahr zuvor lag dieser Wert noch bei 136 Businessjets.

Mehr zum Thema

Leitwerk eines KLM-Flugzeugs: Die Fluglinie hat vier Ziele im Nahen Osten überraschend gestrichen.

KLM lässt Tausende Reisende stranden

Auf der Jeep-Ladefläche geht es durchs Wadi Rum

Jordanien: Wüstenwahnsinn Wadi Rum

Israels Abwehrschild schoß Raketen ab: Fluglinien sollten den Luftraum nur tagsüber nutzen.

In der Nacht lauert Gefahr am Himmel über dem Nahen Osten

Richtung Naher Osten: Viele Flüge sind außerplanmäßig vor dem Iran umgedreht.

Zahlreiche Flüge drehen über der Türkei um

Video

Die Boeing 737 von Ariana Afghan Airlines nach dem sie zum Stoppen kam: Keine Verletzten.
Eine Boeing 737 ist in Kabul nach der Landung von der Piste abgekommen. Niemand wurde verletzt. Das Flugzeug erlitt jedoch erhebliche Schäden. Ariana Afghan Airlines erklärt, solche Vorfälle seien keine Seltenheit, und verweist auf das Unglück in New York-LaGuardia.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
united airlines boeing 787 9 elevated relax row
Mehr Platz zum Liegen in der Economy: United Airlines führt ab 2027 Sitzreihen ein, die sich in eine Schlafcouch verwandeln lassen. Die amerikanische Fluggesellschaft folgt damit einem Konzept, das andere Airlines bereits vorgemacht haben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
crj900 laguardia ntsb
Das Cockpit wurde völlig zerstört, die Piloten der Bombardier CRJ900 von Air Canada überlebten den Zusammenstoß mit einem Feuerwehrtruck nicht. Die Funkaufzeichnungen dokumentieren die dramatischen Momente vor dem Unglück.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies