Textron SETP: Der Businessflieger soll schneller als die Konkurrenz fliegen.

Textron SETPAmerikanische Konkurrenz zum Pilatus PC-12

Textron verrät weitere Details zum ersten eigenen einmotorigen Turbopropflugzeug. Der Businessflieger SETP erinnert stark an den PC-12 von Pilatus.

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Oscar Schwenk bezeichnete das Flugzeug einmal als das größte Risiko, das Pilatus Aircraft je einging. «Bis dahin bauten wir nur militärische Flieger. Die Privatfliegerei war für uns neu. Alle lachten, als wir einen einmotorigen Geschäftsflieger vorstellten. Alle waren skeptisch», erinnerte sich der Chef des Schweizer Flugzeugherstellers in einem Interview mit dem Wirtschaftsblatt Handelszeitung. Ein Experte habe dem PC-12 bei Projektbeginn Verkäufe von 35 Stück vorausgesagt.

Es kam anders. Inzwischen hat Pilatus fast 1400 Stück des einmotorigen Turbopropflugzeuges für sechs bis neun Passagiere verkauft. Wohlhabende Privatleute und Firmen schätzen die geräumige Druckkabine, die Möglichkeit auch auf kurzen, kaum präparierten Pisten zu starten und die Möglichkeit, auch etwas größere Fracht zuladen zu können. Der Erfolg ruft aber zunehmend Konkurrenz auf den Plan.

Größeres Frachttor

Der neueste Angriff: Der amerikanische Hersteller Textron, zu dem Beechcraft, Hawker und Cessna gehören, verriet an der Businessfliegerei-Messe Ebace vergangene Woche neue Details zu seinem ersten einmotorigen Turbopropflugezug für sechs bis neun Passagiere, das derzeit noch Textron SETP heißt. Die Abkürzung steht ganz einfach für Single Engine Turboprop. Vieles am Entwurf erinnert stark an den Pilatus PC-12. So weist er insbesondere ebenso eine große Frachttür auf. Sie werde mit 150 auf 135 Zentimeter gar noch größer sein als die des PC-12 (135 x 132cm), verspricht Textron.

Bei anderen Leistungswerten liegt Textron jedoch noch hinter Pilatus oder gleichauf. Die Reichweite ist mit 2963 Kilometer geringer und die Reisegeschwindigkeit mit 528 Kilometer pro Stunde gleich wie die des PC 12. Noch sind aber keine endgültigen Daten bekannt. Textron wird sicherlich noch einmal nachlegen. «Konkurrenz ist immer gut, weil sie Innovationen bringt, die Kunden dienen. Wir werden in unserer Nische wettbewerbsfähig bleiben», kommentiert Pilatus-Manager Tom Aniello.

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