Werbung von Brussels Airlines: Im Staffelflug mit Eurowings oder ist es eher eine Zwangsformation?

Eurowings-IntegrationBrussels bleibt Brussels - vorerst und von außen

In Belgien sorgten die Veränderungen bei Brussels Airlines für Unmut. Der Chef der Eurowings-Gruppe versichert aber: Die Marke bleibt erhalten - zumindest kurzfristig.

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Am Montag kam es zum großen Knall. Lufthansa setzte Brussels-AIrlines-Chef Bernard Gustin ab und ersetzte ihn mit einer deutschen Managerin. Zwei Tage später trat Eurowings-Chef Thorsten Dirks bereits in Brüssel auf, um die Mitarbeiter der belgischen Fluggesellschaft zu beschwichtigen.

«Brussels Airlines bleibt Brussels Airlines», so die Kernbotschaft von Dirks. «Die Airline wird auch in Zukunft ein belgisches Unternehmen mit mehr als 3000 Top-Mitarbeitern aus Belgien und eine Marke mit starkem belgischen Touch sein.» Aus der Ferne pflichtete ihm sein Vorgesetzter bei: «Die Marke wird nicht angefasst», so Lufthansa-Chef Carsten Spohr in Frankfurt.

Fokus auf der Langstrecke

Allerdings hieß es von den Gewerkschaften in Brüssel laut der belgischen Zeitung Nieuws, dass es langfristig keine Garantien für den Markenerhalt gebe. Zunächst rede man nur von einem Zeitraum von einem Jahr. Brüssel bleibe auch erst einmal mit Kurz- Mittel- und Langstreckenflügen in Brüssel. Auch Spohr redete von keinen Veränderungen im Zeitraum 2019 bis 2020.

Auf den Langstreckenzielen wird aber wohl in Zukunft immer mehr der Fokus liegen. In Brüssel werde man nun ein Kompetenzzentrum für Langstrecken aufbauen, so Dirks. Brussels Airlines habe in den letzten Jahrzehnten viel Knowhow in dem Feld gesammelt, so der Manager als Begründung für den Entscheid, Brussels diesen Geschäftsbereich steuern zu lassen. 20 Langstreckenflieger soll Brussels bereits in diesem Jahr ab den Standorten Brüssel, München und Düsseldorf betreiben.

«Deutscherer» Wind

Auch wenn Lufthansa auf das belgische Herz von Brussels setzt – laut Nieuws erwarten die Arbeitnehmer auch einen generell «deutscheren» Wind in der Unternehmensleitung. Geschäftsführer Gustin räumt seinen Posten per Ende März. Neue Chefin wird Christina Förster, seit eineinhalb Jahren Kommerzchefin bei Brussels Airlines. Förster ist die erste Frau, die an der Spitze einer Fluglinie der Lufthansa Gruppe steht. Sie spricht aber weder Flämisch noch Französisch.

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