Werbung von Brussels Airlines: Im Staffelflug mit Eurowings oder ist es eher eine Zwangsformation?

Eurowings-IntegrationBrussels bleibt Brussels - vorerst und von außen

In Belgien sorgten die Veränderungen bei Brussels Airlines für Unmut. Der Chef der Eurowings-Gruppe versichert aber: Die Marke bleibt erhalten - zumindest kurzfristig.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Am Montag kam es zum großen Knall. Lufthansa setzte Brussels-AIrlines-Chef Bernard Gustin ab und ersetzte ihn mit einer deutschen Managerin. Zwei Tage später trat Eurowings-Chef Thorsten Dirks bereits in Brüssel auf, um die Mitarbeiter der belgischen Fluggesellschaft zu beschwichtigen.

«Brussels Airlines bleibt Brussels Airlines», so die Kernbotschaft von Dirks. «Die Airline wird auch in Zukunft ein belgisches Unternehmen mit mehr als 3000 Top-Mitarbeitern aus Belgien und eine Marke mit starkem belgischen Touch sein.» Aus der Ferne pflichtete ihm sein Vorgesetzter bei: «Die Marke wird nicht angefasst», so Lufthansa-Chef Carsten Spohr in Frankfurt.

Fokus auf der Langstrecke

Allerdings hieß es von den Gewerkschaften in Brüssel laut der belgischen Zeitung Nieuws, dass es langfristig keine Garantien für den Markenerhalt gebe. Zunächst rede man nur von einem Zeitraum von einem Jahr. Brüssel bleibe auch erst einmal mit Kurz- Mittel- und Langstreckenflügen in Brüssel. Auch Spohr redete von keinen Veränderungen im Zeitraum 2019 bis 2020.

Auf den Langstreckenzielen wird aber wohl in Zukunft immer mehr der Fokus liegen. In Brüssel werde man nun ein Kompetenzzentrum für Langstrecken aufbauen, so Dirks. Brussels Airlines habe in den letzten Jahrzehnten viel Knowhow in dem Feld gesammelt, so der Manager als Begründung für den Entscheid, Brussels diesen Geschäftsbereich steuern zu lassen. 20 Langstreckenflieger soll Brussels bereits in diesem Jahr ab den Standorten Brüssel, München und Düsseldorf betreiben.

«Deutscherer» Wind

Auch wenn Lufthansa auf das belgische Herz von Brussels setzt – laut Nieuws erwarten die Arbeitnehmer auch einen generell «deutscheren» Wind in der Unternehmensleitung. Geschäftsführer Gustin räumt seinen Posten per Ende März. Neue Chefin wird Christina Förster, seit eineinhalb Jahren Kommerzchefin bei Brussels Airlines. Förster ist die erste Frau, die an der Spitze einer Fluglinie der Lufthansa Gruppe steht. Sie spricht aber weder Flämisch noch Französisch.

Mehr zum Thema

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
delta kapitaen verlaedet gepaeck
Der Flug ab Atlanta hatte schon Verspätung und es war nur ein Mitarbeiter da, um das Gepäck ins Flugzeug zu laden. Da stieg ein Pilot von Delta Air Lines aus und packte mit an.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies