Business-Sitze in Qatars Mittelstreckenjets: Deutliche Verbesserung gegenüber europäischen Anbietern.

StreikBritish Airways will mit Qatar-Jets fliegen

Um die Folgen eines drohenden Streiks zu mildern, möchte British Airways Hilfe bei Qatar Airways holen. Für die Passagiere würde das ein Plus an Komfort bedeuten.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

British Airways droht schon wieder ein Streik. 16 Tage lang wollen Mitglieder der Mixed-Fleet-Kabinencrew die Arbeit niederlegen. Doch die Fluggesellschaft hat sich auch dieses Mal in den Kopf gesetzt, alle Flüge durchzuführen. Schon beim letzten Streik gelang es ihr, fast Normalbetrieb zu fahren. Dieses Mal bereitet man sich offenbar darauf vor, auch auf die Hilfe von anderen Airlines zurückzugreifen.

In einer Eingabe bei der Luftfahrtbehörde Civil Aviation Authority ersucht British Airways um die Erlaubnis, neun in Katar registrierte Flieger des Typs A321 oder A320 im Streikzeitraum und maximal zwei Monate lang zu nutzen. Sie will die Flieger im Wet-Lease anmieten. Qatar Airways wird in dem Papier nicht namentlich erwähnt, aber weil sie die einzige Fluglinie im Land ist, bleibt keine Alternative. Außerdem hält Qatar rund 20 Prozent an der British-Airways-Mutter IAG und die beiden Fluglinien sind beide Mitglieder der Oneworld-Allianz.

Kabinenupgrade dank Streik

Dass Qatar Airways auf die Flieger derzeit verzichten kann, ist ebenfalls logisch. Die Fluglinie hat mit Überflugsverboten der Nachbarländer zu kämpfen und kann daher viele Kurz- und Mittelstrecken derzeit gar nicht anbieten.  Nachdem Ägypten, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar unterbrochen hatten, durften auch keine Flüge mehr in diese Länder durchgeführt werden.

Da die Flieger im Wet-Lease gemietet würden, würden die Crews von Qatar Airways stammen. Die Kabine erhielte gegenüber der von British Airways eine deutliche Aufwertung – vor allem für die gut zahlenden Passagiere: In den Mittelstreckenjets gibt es weit zurück klappbare Business-Sitze und nicht wie bei europäischen Fluglinien inzwischen üblich, normale Sitze mit einem freien Mittelsitz. In allen Klassen gibt es Bildschirme mit einem Unterhaltungssystem im Vordersitz.

Streit über Löhne

Beim Streit geht es um die Flugbegleiter der Mixed Fleet. Das sind alle, die nach 2010 angestellt worden sind. Derzeit arbeiten rund 5500 Kabinenbesatzungsmitglieder von British Airways für diesen Bereich, das macht rund ein Drittel der Gesamtzahl aus. Da immer mehr der Crews mit alten Verträgen in Rente gehen, steigt der Anteil aber. Die Verträge der Mixed Fleet zeichnen sich durch tiefere Löhne und schlechtere Konditionen aus. Dafür können die Angestellten schneller nicht nur Kurz-, sondern auch Langstrecken fliegen.

Laut der Gewerkschaft verdienen die Flugbegleiter mit den neuen Verträgen «Armutslöhne» von durchschnittlich 16.000 Pfund (18.200 Euro) im Jahr. British Airways verneint das. Man habe sich alle Verträge angesehen. Der geringste Jahresplan liege bei 21.151 Pfund (rund 24.000 Euro). Zum Vergleich: Bei Lufthansa verdient ein Einsteiger in der Kabine rund 22.000 Euro brutto.

Mehr zum Thema

Flugzeug von Qatar Airways: Die Golfairline und British Airways rücken immer enger zusammen.

Affäre von British Airways und Qatar wird heftiger

Heckflosse von American: Qatar ist interessiert.

Qatar will bei American einsteigen

ticker-british-airways

Mailand-Malpensa: Gepäckcontainer für British-Airways-Flug gerät in Brand

Flug BA919: Der Verlauf der Landeanflüge auf London-Heathrow  am 6. Juli.

Airbus A320 von British Airways bei Anflug kurz vor Strömungsabriss

Video

Lockheed L-1011  03
In Kenias Hauptstadt Nairobi steht eine 45-jährige Lockheed L-1011 Tristar, die wieder abheben und Fracht transportieren soll. aeroTELEGRAPH sprach mit einem, der an dem Projekt beteiligt ist - und auch eine 57-jährige Douglas DC-8 wieder in die Luft bringen will.
Timo Nowack
Timo Nowack
Comac C919 von China Southern Airlines: Außen fix und innen?
Bislang setzt Shenzhen Airlines ausschließlich auf Airbus und Boeing. Nun möchte die mehr als 200 Flugzeuge starke Air-China-Tochter auch die Comac C919 einsetzen. Interesse gibt es auch von Loong Air. Das Problem: Lieferketten und Produktionsgeschwindigkeit bremsen den chinesischen Hersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
So weist Lufthansa auf die Spielregeln hin: Neues Highspeed-Internet an Bord.
Erstmals hat ein Flugzeug von Lufthansa Passagiere regulär ans Ziel gebracht, in dem das neue Highspeed-Internet installiert ist. Wir waren an Bord und haben das neue Angebot getestet.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin