Letzte Aktualisierung: um 17:15 Uhr
Partner von  

Piloten stimmen für Arbeitskampf

British Airways droht ein Pilotenstreik

Die Piloten der britischen Fluglinie wollen streiken. Davon könnten mehrere Millionen Kunden betroffen sein. Daher geht British Airways nun vor den Obersten Gerichtshof.

Simeon Lüthi/aeroTELEGRAPH

Jet von British Airways: Viele Piloten sind unzufrieden.

Seit vergangenem Winter ziehen sich die Verhandlungen hin. Und offenbar haben sie ins Nichts geführt. Die von der Gewerkschaft Balpa vertretenen Piloten von British Airways haben mit einer Mehrheit von 93 Prozent dafür gestimmt, zu streiken. Die Wahlbeteiligung betrug 90 Prozent. Die British Airline Pilots’ Association vertritt 85 Prozent der rund 4500 Piloten der britischen Fluglinie. Das heißt, dass fast acht von zehn Piloten der Fluggesellschaft für den Ausstand sind.

Bei dem Streit geht es wie so oft um die Bezahlung. Die Piloten verlangen mehr Lohn. Aber sie wollen auch, dass sie vom Gewinn der Fluglinie etwas abbekommen. «BA kämpft zum Glück nicht mehr ums Überleben. Daher verdienen die Piloten, wie das Management, eine Beteiligung daran», heißt es von Balpa laut der Zeitung Independent.

3,75 Millionen Buchungen im August

British Airways zeigt sich enttäuscht von der Abstimmung. Man habe den Piloten eine Lohnerhöhung von 11,5 Prozent über drei Jahre geboten. «Wir bleiben dabei, alles zu tun, damit die Reisepläne unserer Kunden nicht durchkreuzt werden», heißt es. Der Streik könnte frühestens am 6. August losgehen. Doch die Auswirkungen könnten riesig sein.

3,75 Millionen Buchungen hat British Airways für den Monat gemeldet. Der Pilotenstreik würde sowohl in Gatwick als auch in Heathrow stattfinden. Die Tochter BA Cityflyer, die ab London City fliegt, ist nicht involviert.

Airline zieht vor Gericht

Um den Streik zu verhindern, geht British Airways nun vor den Obersten Gerichtshof. So versucht die Airline, ein Verbot des Streiks zu erwirken. Laut dem Independent begründet sie das mit juristischen Unkorrektheiten im Verhandlungsprozess. Die Anhörung findet am Dienstagmorgen (23. Juli) statt.



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem, beleidigendem oder rein polemischem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.