Das Triebwerk des A319 liegt offen: Gefährliche Folgen.

Fallende Teile beschädigten A319

Nun ist klar, was zur Notlandung eines Airbus A319 von British Airways in London Heathrow führte. Die Behörden wollen nun den Auslöser des Grundes finden.

Top-Jobs

Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Für Außenstehende muss es ziemlich unheimlich ausgesehen haben. Augenzeugen berichten von schwarzem Rauch, der am 24. Mai aus einem Triebwerk des Airbus A319 von British Airways quoll, welcher gerade in London Heathrow gestartet war. Und tatsächlich hatte das rechte Triebwerk der Maschine mit der Kennzeichnung G-EUOE Feuer gefangen, wie ein erster Bericht der britischen Untersuchungsbehörde Air Accidents Investigation Branch AAIB nun bestätigt. Und der Bericht macht inzwischen auch einigermaßen klar, wie es zum Zwischenfall auf Flug BA762 nach Oslo kam. Beim Start verlor der Jet offenbar Teile der Verkleidung beider Motoren, wie die Behörde schreibt. Aufnahmen von Passagieren aus dem Innern des Jets wiesen bereits vorher auf diese Möglichkeit hin.

Das hatte gefährliche Folgen. Die abfallenden Teile der Verkleidung beschädigten eine Treibstoffleitung, den Rumpf des Flugzeuges und auch gewisse Systeme, wie das AAIB schreibt. Die Piloten schalteten in der Folge das rechte Triebwerk ab, weil es als Folge der Beschädigungen ein Treibstoffleck gab. Dann kehrten sie um. Sie landeten danach sicher auf Piste 27L. Die Passagiere wurden evakuiert und niemand wurde verletzt.

35 ähnliche Fälle

Für diese Art von Zwischenfall sind die Flieger der A320-Familie besonders anfällig. Dies gab Airbus schon früher zu. Der Grund: Die Triebwerke der Flieger sind weniger als 70 Zentimeter vom Boden entfernt. Während des Checks am Boden, dem sogenannten Walkaround, ist es daher nötig, sich zu bücken. Nur dann kann man alles wirklich genau untersuchen. In dieser Haltung ist aber nicht alles gut sichtbar.

Mit dem British-Airways-Jet zusammen gab es nun 35 solcher Zwischenfälle. 80 Prozent davon ereigneten sich beim Start. Dann werden die Materialien durch die Luftströmungen besonders beansprucht und eventuell nicht verschlossene Riegel können sich leichter öffnen. Damit die Techniker und Piloten beim Check diese Schließmechanismen nicht übersehen, schlug Airbus bereits früher unter anderem vor, die nötigen Stellen mit Neon-Farbe zu markieren. Ein Cockpit-Warnsystem gibt es aber noch nicht.

«Technisches Problem»

Noch ist nicht klar, ob wichtige Verriegelungen bei dem nun betroffenen A319 nicht verschlossen waren. Darauf wollen sich die Ermittler als erstes stürzen. Gemäß British Airways handelte es sich bei dem Zwischenfall um ein technisches Problem. Wie sich die Teile lösen und auf die Piste fallen konnte, sei noch nicht klar.

Mehr zum Thema

An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.

Airbus ist nicht einverstanden mit den Prioritäten von Pratt & Whitney

ticker-airbus-konzern-

Airbus mit Rekordaufträgen und höherem Gewinn im Jahr 2025

Airbus A320 von Afriqiyah Airways: Von ehemals acht Maschinen ist noch ein Airbus einsatzbereit.

Bei Kämpfen beschädigt: Afriqiyah Airways verkauft zwei Airbus A320 und einen A330

ticker-airbus-neo-1

Airbus startet 2026 mit 19 Auslieferungen und 49 Bestellungen im Januar

Video

Flugzeug auf Zug: Waghalsiges Manöver.
Ein Pilot, ein fahrender Güterzug – und kaum Platz für Fehler. In der Türkei ist ein außergewöhnliches Landemanöver gelungen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Bildschirmfoto 2026-02-16 um 095023
Nach 16 Jahren im Dienst hat der Flugzeugbauer sein letztes Dreamliner-Testflugzeug ausgemustert. Die Boeing 787-8 sollte ursprünglich einen anderen Zweck bekommen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies