Goldmine in Andacollo: Chilejet sucht Kunden aus der Branche.

Neue chilenische Airline

Eine neue Charterairline sucht ihre Kunden in der boomenden Minenindustrie. Ihre Gründer stammen aus Europa und haben bereits Erfahrungen im Geschäft.

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Noch steht die letzte Genehmigung der chilenischen Behörden aus. Wenn die rechtzeitig eintrifft, dann soll es schon im ersten Quartal 2013 losgehen. Chilejet heißt die neue Fluggesellschaft, die dann mit einer Flotte von vier Boeing B737-400 den Betrieb aufnehmen will. Ihre Flieger stammen aus dem Bestand von KLM Royal Dutch Airlines. Und sie sind nicht das einzige an Chilejet, was seinen Ursprung in Übersee hat. Hinter der Fluglinie steht eine Gruppe von europäischen Investoren, angeführt von den zwei Brüdern Dimitrios und Christopher Asprou.

Die Asprous kennen die Reisebranche aus dem Effeff. Ihr Vater Michael Georgiou wanderte von Zypern nach Wales aus. Er gründete in der Hauptstadt Cardiff in den Siebzigerjahren ein Reisebüro. Das Unternehmen Aspro Holidays wuchs kräftig, bis es 1997 schließlich an den Reiseriesen Airtours verkauft wurde. In Chile wollen sie nun in einem ersten Schritt 35 Millionen Dollar investieren.

Keine Fremden in der Branche

Die Asprou-Brüder kennen sich auch schon aus mit der Luftfahrt. Auch wenn ein voriges Projekt alles andere als gut endete. Zu Aspro Holidays gehörte auch Inter European Airways, die von 1987 bis 1993 existierte. Im Juni 1993 verkauften sie ihre Airline ebenfalls an Airtours International. Doch die stellte die Fluglinie kurze Zeit später ein. Der Konzern warf damals den Asprou-Brüdern vor, vor dem Verkauf falschen Angaben über ihre Airline gemacht zu haben. Laut einem Bericht der britischen Zeitung The Independent, verklagten sie die gebürtigen Griechen in der Folge, weil die schlechten Resultate aufs Geschäftsergebnis drückte.

Nun wollen die Brüder ihr Glück außerhalb Europas versuchen. Der Markt hier sei zu schwierig, heißt es laut dem Bericht der Zeitung Mundo Maritimo. Zielkunden sollen vor allem aus der Bergbauindustrie kommen. Hier sehe man eine große Nachfrage. Diese sei nicht zwingend an feste Flugpläne geknüpft. Daher habe man sich für die Gründung einer Charterairline entschieden.

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