Technik im Gepäck: Schätzungsweise fünf Batterien bringt jeder Passagier mit an Bord.

Die stille Gefahr im Gepäck

Smartphone, Tablet, Laptop, MP3-Player, Kamera - viele Dinge, die Passagiere mit an Bord nehmen, enthalten Batterien. Und das kann ziemlich gefährlich werden.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Im Juni vergangenen Jahres entdeckte die Polizei am Flughafen von San Diego eine qualmende Tasche auf dem Gepäckförderband. Darin war eine Lithium-Ionen-Batterie gegen einen Schraubenzieher gekommen und beide schmolzen. Im September 2012 erlitten eine Flugbegleiterin und zwei Passagiere Verbrennungen, als ein Handy und der Ersatzakku während des Fluges überhitzten. Und im April zuvor war die Batterie eines Luftreinigers in 10'000 Metern Höhe in Flammen aufgegangen.

Das sind nur einige Beispiele. Schätzungen zufolge bringt jeder Passagier etwa fünf Batterien mit an Bord - sei es im Handy, Laptop, Tablet, Kamera oder der Uhr. Mit der steigenden Zahl der Batterien steigt aber auch das Risiko eines Defekts, warnt nun die britische Luftverkehrsbehörde CAA und hat deswegen einige Tipps für Passagiere veröffentlicht: Batterien gehören ins Handgepäck. Bei Ersatzbatterien sollte man die metallischen Enden mit Klebeband ankleben oder in eine Plastiktüte packen und nicht in der Nähe von anderen metallischen Sachen aufbewahren. Schon beim Kauf sollte auf die Qualität geachtet werden.

Warnung vor nachgemachten Batterien

Laut Geoff Leach, zuständig bei der CAA für Gefahrengüter, stellen insbesondere billige, nachgemachte Batterien eine Gefahr für die Flugsicherheit dar. Denn so harmlos wie Lithium-Batterien aussehen, sie sind ziemlich gefährlich, wenn sie überhitzen. Eine Kamerabatterie von der Größe einer Streichholzschachtel explodierte bei einer Versuchsreihe der BBC und flog fünf Meter durch das Labor. Für den Test der Laptopbatterie wurde daraufhin das Gebäude geräumt: Sie explodierte mehrfach.

Die CAA ist sich der Gefahr bewusst und erarbeitet gemeinsam mit ihren US-Kollegen von der FAA eine Reihe von Videos für Crews und Passagiere, wie man Batterien richtig verpackt und wie man sich verhält, wenn eine Batterie Feuer fängt. Bereits jetzt schulen viele Airlines ihre Angestellten, wie sie ein Batteriefeuer richtig löschen.

Video

Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies