Premier Justin TrudeauBoni für Chefs von Air Canada «inakzeptabel»

Regionale Routen gestrichen, Zehntausende Angestellte entlassen - und doch Boni ans Management ausbezahlt. Ein Entrüstungssturm ist über Air Canada hereingebrochen.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d) am Flughafen Mallorca

Mallorca
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Spanien
Top jobs
Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die Fluggesellschaft versuchte sich noch zu erklären. Das Bonusprogramm sei vom Aufsichtsrat im Sommer 2020 abgesegnet worden, teilte Air Canada am Sonntag (6. Juni) in einer Mitteilung mit. Man habe zehn Millionen Kanada-Dollar (rund 6,8 Millionen Euro) in der Form von Aktienoptionen und Barzahlungen für mehr als 900 Angestellte bereitgestellt, um sie «für ihre Arbeit in einer Zeit großer Verwerfungen und hoher Risiken für das Unternehmen» zu entschädigen.

Acht Millionen davon sei für das mittlere Management vorgesehen gewesen, versuchte sich die Fluglinie weiter zu verteidigen. Doch der Schaden war angerichtet. Air Canada hat im vergangenen Jahr regionale Routen gestrichen, etwa 25.000 Arbeitsplätze abgebaut,  Rückerstattungen an Passagiere verzögert und Staatshilfe empfangen. Dass in dieser Situation Boni ausgezahlt werden sollten, stieß weithin auf Unverständnis.

Auch Ex-Chef verzichtet

Im Parlament bezeichnete Kanadas Premierminister Justin Trudeau die Boni bei Air Canada als «inakzeptabel». Und so gab der Vorstand der Airline bekannt, auf seinen Anteil zu verzichten. Der ehemalige Chef Calin Rovinescu spendete seinen Anteil an eine Stiftung für notleidende Angestellte.

Mehr zum Thema

Ein A220 von Air Canada: Die kanadische Airline darf keine Flugzeugkäufe stornieren.

Staat steigt bei Air Canada ein

Air Canada: Minus 29,9 Prozent.

Air Canada gibt Air Transat den Laufpass

Airbus A220 von Air Canada: Die Fluggesellschaft übernimmt weniger Jets als geplant.

Air Canada bestellt Airbus A220 und Boeing 737 Max ab

ticker-air-canada

Air Canada streicht Verbindungen wegen hoher Treibstoffkosten

Video

Saab Global Eye: Basis ist eine Bombardier Global 6000/6500.
Saab Global Eye
Wie kann eine rohstoffreiche und strategisch immer wichtigere Region wie die Arktis überwacht und im Ernstfall verteidigt werden, angesichts klirrender Kälte und riesiger Ausdehnung? Hersteller wie Boeing, IAI und Northrop Grumman buhlen mit ihren Systemen um Kunden. Ihr härtester Konkurrent kommt aber aus Europa: Saab Global Eye.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Die Boeing 757 von Icelandair: Heikler Tiefflug.
Nach 40 Jahren geht er in Rente. Auf seinem letzten Flug von Frankfurt nach Keflavik wollte der Kapitän einer Boeing 757 etwas Besonderes machen und flog in sehr niedriger Höhe über seine Heimat hinweg. Icelandair ist verärgert und hat die Behörden eingeschaltet.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
etihad airways manchester city
Die Golfairline sponsort den englischen Fußballpokalwettbewerb FA Cup. Emirates ist dadurch auch auf den Trikots präsent. Doch es gibt eine Ausnahme.
Timo Nowack
Timo Nowack