Bombardier CRJ700: Bekommt die Jet-Linie neue Eigentümer?

CRJ oder Dash 8 Q400Bombardier prüft Optionen für Flugzeugsparte

Der Mischkonzern hat noch immer wirtschaftliche Probleme. Offenbar erwägt Bombardier nun den Verkauf von Teilen der Flugzeugsparte.

Top-Jobs

aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Schon einmal stand Bombardier an dieser Weggabelung. Im Herbst 2015 wurde das Geld beim kanadischen Mischkonzern gefährlich knapp. Und so suchte er Käufer für sein neues Flugzeugprogramm. Doch niemand wollte die C-Series kaufen. Auch Airbus lehnte damals ab. Am Ende stieg die Provinz Québec als Aktionär ein.

Nun ist Bombardier offenbar wieder auf der Suche. Der Konzern prüfe Optionen für seine Flugzeugsparte, schreibt die Nachrichtenagentur Bloomberg. Sie bezieht sich dabei auf gut informierte Kreise. Eine Option soll sein, die Turboprop-Linie Dash 8 Q400 zu verkaufen. Eine andere die Veräußerung der Kurzstreckenjet-Linie CRJ oder beider Linien zusammen. Auch Partnerschaften sind ein Thema.

Negativer Cash Flow

Einer der Interessenten soll gemäß Bloomberg Airbus sein. Der europäische Konzern besitzt 50 Prozent von ATR, dem Weltmarktführer für Turboprops. Allerdings wäre genau das ein Hinderungsgrund. Wettbewerbshüter hätten wohl etwas dagegen, dass ein beherrschender Anbieter entsteht. Die Gespräche befinden sich aber auch erst in einem sehr frühen Stadium.

Bombardier prüft einen Verkauf nicht grundlos. Der breit gefächerte Konzern verliert immer noch Geld. Im ersten Halbjahr 2017 wies der Konzern nach einem Verlust im Vorjahr zwar wieder einen Gewinn aus. Doch das Betriebsergebnis war immer noch deutlich negativ. Vor allem lag auch der betriebliche Cash Flow – er zeigt den Zufluss an liquiden Mitteln – mit 181 Millionen Kanada-Dollar stark im roten Bereich.

Zugsparte unter Druck

Dabei hilft nicht, dass Siemens und Alstom kürzlich bekannt gaben, ihre Zugsparten zusammenzulegen. Bombardier baut neben Flugzeugen auch Züge. Diese Sparte ist profitabel kommt aber durch die erstarkte Konkurrenz sowie neue Konkurrenten aus China zunehmend unter Druck. Auch sie wollte Bombardier schon verkaufen.

Mehr zum Thema

ticker-bombardier-neu

Bombardier prüft Einstieg ins Geschäft mit Kampfflugzeugen

ticker-bombardier-neu

Bombardier investiert 270 Millionen Dollar in den USA

ticker-bombardier-neu

Bombardier investiert 50 Millionen Dollar in Wichita

Bombardier Global 6500: Darf in den USA nicht verkauft werden, sagt Präsident Donald Trump.

Trump will Bombardier aus den USA verbannen - doch die Drohung birgt einen sachlichen Fehler

Video

air new zealand syknest
Air New Zealand verschiebt den Start ihrer Schlafkojen für die Economy Class abermals. Eigentlich sollte Syknest 2026 endlich in der Boeing 787 abheben. Doch noch fehlt die Zertifizierung - da erneut eine Behörde bei der Zulassung nicht hinterherkommt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 von Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Die argentinische Charterfirma flog einst auch Javier Milei - und auch ihr Eigentümer hat Ärger mit der Justiz.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack