CS100: Bombardier sieht bei der C-Series langsam wieder Licht am Ende des Hangars.

Deal mit QuébecPolitik redete bei Air Canadas C-Series-Kauf mit

Air Canadas Kauf von C-Series folgt nicht nur kommerzieller Logik. Die Airline schafft so auch einen lästigen Rechtsstreit mit der C-Series-Großaktionärin Provinz Québec aus der Welt.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

In Kanada überbietet man sich mit lobenden Worten. Der Kauf von bis zu 75 C-Series CS300 durch Air Canada sei eine gute Nachricht für die nationale Luftfahrtindustrie, erklärte Transportminister Marc Garneau am Mittwoch (17. Februar). «Diese wichtige Transaktion zwischen zwei kanadischen Unternehmen mit Kultstatus ermutigt mich», so der Politiker weiter. Philippe Couillard, Premierminister der Provinz Québec, meint: «Die Order zeigt, dass wir einen guten Entscheid trafen, als wir uns an der C-Series beteiligten».

Die Provinz Québec hatte vergangenes Jahr 49,5 Prozent eines neu gegründeten Unternehmens übernommen, in das Bombardier das C-Series-Programm auslagerte. Dafür zahlte sie rund eine Milliarde Dollar. Doch diese Investition reicht noch nicht. Um beide Varianten des neuen Flugzeuges durch die Zertifizierung und auf den Markt zu bringen, braucht es rund zwei Milliarden, wie Bombardiers Konzernchef Alain Bellemare am Mittwoch erklärte.

Québec überlegt sich, noch mehr in C-Series zu investieren

Bei Bombardier hofft man, dass die kanadische Zentralregierung dem Beispiel Québecs folgt und ebenfalls eine Milliarde einschießt. Doch Ottawa zögert noch. «Eine so wichtige Entscheidung wollen wir eingehend  prüfen», so Minister Garneau. Für diesen Fall gibt es bereits Überlegungen in Québec, noch einmal Geld zu investieren.

So wichtig solche Investitionen sind - sie machen die C-Series auch immer mehr zum Spielball der Politik. Auch der Entscheid Air Canadas zum Kauf der C-Series basierte nicht allein auf direkten kommerziellen Überlegungen. Im Gegenzug zur Bestellung zog die Provinz Québec eine Klage gegen Air Canada zurück. Und die Airline verpflichtete sich, die C-Series mindestens zwanzig Jahre lang in Québec warten zu lassen.

Québec zog Air Canada vor Gericht

Im Rechtsstreit ging es um die Schließung des Wartungsunternehmens Aveos Fleet Performance durch Air Canada im Jahr 2012. Die Fluglinie habe sich verpflichtet, Wartungsarbeiten in Manitoba, Ontario und Québec durchzuführen, argumentierte die französischsprachige Provinz. Dieses Versprechen sei durch die Liquidierung der Firma gebrochen worden. Sie klagte und behielt durch alle Instanzen bis vor dem obersten Gericht Québecs Recht. Air Canada gab jedoch nicht auf und zog das Urteil an das oberste nationale Gericht weiter. Nun muss das nicht mehr entscheiden.

Mehr zum Thema

Jetblue Airbus A220-300

Wie viel wissen Sie über den Airbus A220?

Eine Gulfstream G800.

Businessjets boomen, Turboprops leiden unter Strafzöllen der USA

ticker-bombardier

Bombardier übertrifft Prognosen 2025 und schließt Turnaround ab

Bombardier Global 6500: Trump will kanadischen Fliegern die Zulassung entziehen.

Trump droht Kanada mit Entzug von Flugzeug-Zertifizierungen – Weißes Haus rudert zurück

Video

wizz air airbus a321 neo madeira
Es kommt zwar immer wieder vor, dass Flugzeuge aufgrund starker Winde nicht direkt auf Madeira landen können. Die Passagiere eines Wizz-Air-Fluges aus Wien erlebten nun aber eine besondere Warteschleifen-Odyssee.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a321 lr etihad airways dus
Der Krieg im Nahen Osten sorgt für massive Einschränkungen im Luftverkehr. Auch in Deutschland, der Schweiz und Österreich sitzen daher Flugzeuge von Golfairlines fest. Welche Jets von Emirates, Qatar Airways und Co. an welchen Flughäfen stehen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Alarm für Einwohnerinnen und Einwohner: Flughafen Dubai International.
Nach iranischen Angriffen haben die Vereinigten Arabischen Emirate ihren Luftraum teilweise geschlossen und den Flugverkehr gestoppt. Auch der Flughafen Dubai, an dem rund 20.00 Reisende festsitzen, wurde getroffen. Am Airport Abu Dhabi kam sogar ein Mensch ums Leben.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Timo Nowack
Timo Nowack