C-Series C100 von Bombardier: Enger Zeitplan.

C-Series: Vollgas zum Erstflug

Bombardier begann den Bau seines neuen Prestigefliegers. Der kanadische Flugzeugbauer will ihn noch immer bis Ende Jahr erstmals in der Luft haben.

Top-Jobs

Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Viel Zeit bleibt den Flugzeugbauern im Werk in St. Laurent in der kanadischen Provinz Québec nicht. Noch 1728 Stunden oder 72 Tage haben sie, um ihr eigenes Versprechen einzuhalten. 2012 werde der erste Jet der neuen C-Series den Erstflug absolvieren, erklärte Bombardier früher einmal vorschnell. Dann kam es zu Verzögerungen. Doch der Konzern glaubt noch immer daran, dass er den neuen Flieger rechtzeitig fertigbringt. Letzte Woche begann er nun mit der Herstellung des ersten Exemplars. Es soll für die Flugtests genutzt werden, wie die Kanadier in einem Communiqué mitteilten. Die Bauteile für die C-Series kommen von überall aus der Welt, vor allem aber aus den Bombardier-Werken im nordirischen Belfast und in China. Zusammengesetzt werden die Jets in Kanada. Der erste Jet der C-Series-Linie soll schon im kommenden Jahr ausgeliefert werden.

An welchen Kunden die erste Maschine geht, ist derzeit noch nicht bekannt. Das neue Flugzeug hat aber schon einen prestigeträchtigen Erstkäufer. Die deutsche Lufthansa bestellte 30 Jets des Typs CS100 für ihre Schweizer Tochter Swiss. Sie sollen ab 2014 zur Flotte stoßen. Insgesamt 352 Bestellungen, davon 138 feste, vermeldete Bombardier bislang für den Flieger. Er soll das Duopol von Boeing und Airbus aufbrechen – oder zumindest anbrechen. Bombardier will mit der C-Series-Linie eine ernsthafte Konkurrenz für die Single-Aisle-Flieger der beiden dominierenden Produzenten bieten. Mit Platz für 110 bis 150 Passagiere würde er die verkaufsstarken Kurz- und Mittelstreckenflieger A320 und B737 angreifen. Bombardier nennt als Vorteil ihrer C-Series, dass die neuen Flugzeuge etwa 15 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen als die Produkte der Konkurrenz.

Eng, aber machbar

In der Branche hatte man zuletzt Zweifel daran, dass Bombardier de Zeitplan für das C-Series-Programm überhaupt einhalten kann. «Wir sind besorgt um die Beständigkeit des Projekts», erklärte im Februar noch Bryan Bedford, Chef von Republic Airways, die 40 Flieger bestellte. Doch bei Bombardier sieht man dazu keinen Grund. Der Zeitplan sei zwar sehr eng, doch man befinde sich im Plan. «Noch in diesem Jahr planen wir den Erstflug», erklärt ein Sprecher des Produzenten, «der Markt erwartet das von uns.» Der Auslieferungstermin Ende nächsten Jahres bleibe also bestehen. Die Langversion CS300 soll Anfang 2014 bereit zur Auslieferung sein.

Mehr zum Thema

ticker-bombardier-neu

Bombardier und Rolls-Royce erweitern Zustandsüberwachung für Global-Reihe

ticker-bombardier-neu

Bombardier liefert erste Global 8000 nach Asien aus

Bombardier Global 8000: Vor allem ein Businessjet - aber nicht nur.

Deutschland steht kurz vor Auftrag für sechs Bombardier Global 8000

ticker-bombardier-neu

Bombardier liefert erstmals Global 8000 nach Afrika aus

Video

starlux airlines silberner airbus a350 1000
Die Fluglinie aus Taiwan bekommt einen Airbus A350-1000 in silberner und einen in goldener Sonderlackierung. Den ersten der beiden Jets brachte der Starlux-Chef selbst nach Taipei.
Timo Nowack
Timo Nowack
cessna usa 250
Manchmal zeichnet ein Flugzeug mit seinem Flugverlauf ein Herz oder einen einfachen Schriftzug an den Himmel. Zum 250. Am Unabhängigkeitstag der USA hat eine Cessna R182 nun auch so etwas getan - aber auf einem anderen Level.
Timo Nowack
Timo Nowack
Flugzeuge am Wilson Airport: 41 Flugzeuge um den Flughafen sind zu hoch und sollen abgerissen werden.
Flughafen Nairobi-Wilson
Rund um Kenias wichtigsten Inlandsflughafen sind in den vergangenen Jahren Dutzende Gebäude entstanden, die den Luftraum verletzen. Der Senat fordert nun den Abriss, die Regierung will lieber die Flugrouten zum Flughafen Nairobi-Wilson ändern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies