C-Series C100 von Bombardier: Enger Zeitplan.

C-Series: Vollgas zum Erstflug

Bombardier begann den Bau seines neuen Prestigefliegers. Der kanadische Flugzeugbauer will ihn noch immer bis Ende Jahr erstmals in der Luft haben.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Viel Zeit bleibt den Flugzeugbauern im Werk in St. Laurent in der kanadischen Provinz Québec nicht. Noch 1728 Stunden oder 72 Tage haben sie, um ihr eigenes Versprechen einzuhalten. 2012 werde der erste Jet der neuen C-Series den Erstflug absolvieren, erklärte Bombardier früher einmal vorschnell. Dann kam es zu Verzögerungen. Doch der Konzern glaubt noch immer daran, dass er den neuen Flieger rechtzeitig fertigbringt. Letzte Woche begann er nun mit der Herstellung des ersten Exemplars. Es soll für die Flugtests genutzt werden, wie die Kanadier in einem Communiqué mitteilten. Die Bauteile für die C-Series kommen von überall aus der Welt, vor allem aber aus den Bombardier-Werken im nordirischen Belfast und in China. Zusammengesetzt werden die Jets in Kanada. Der erste Jet der C-Series-Linie soll schon im kommenden Jahr ausgeliefert werden.

An welchen Kunden die erste Maschine geht, ist derzeit noch nicht bekannt. Das neue Flugzeug hat aber schon einen prestigeträchtigen Erstkäufer. Die deutsche Lufthansa bestellte 30 Jets des Typs CS100 für ihre Schweizer Tochter Swiss. Sie sollen ab 2014 zur Flotte stoßen. Insgesamt 352 Bestellungen, davon 138 feste, vermeldete Bombardier bislang für den Flieger. Er soll das Duopol von Boeing und Airbus aufbrechen – oder zumindest anbrechen. Bombardier will mit der C-Series-Linie eine ernsthafte Konkurrenz für die Single-Aisle-Flieger der beiden dominierenden Produzenten bieten. Mit Platz für 110 bis 150 Passagiere würde er die verkaufsstarken Kurz- und Mittelstreckenflieger A320 und B737 angreifen. Bombardier nennt als Vorteil ihrer C-Series, dass die neuen Flugzeuge etwa 15 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen als die Produkte der Konkurrenz.

Eng, aber machbar

In der Branche hatte man zuletzt Zweifel daran, dass Bombardier de Zeitplan für das C-Series-Programm überhaupt einhalten kann. «Wir sind besorgt um die Beständigkeit des Projekts», erklärte im Februar noch Bryan Bedford, Chef von Republic Airways, die 40 Flieger bestellte. Doch bei Bombardier sieht man dazu keinen Grund. Der Zeitplan sei zwar sehr eng, doch man befinde sich im Plan. «Noch in diesem Jahr planen wir den Erstflug», erklärt ein Sprecher des Produzenten, «der Markt erwartet das von uns.» Der Auslieferungstermin Ende nächsten Jahres bleibe also bestehen. Die Langversion CS300 soll Anfang 2014 bereit zur Auslieferung sein.

Mehr zum Thema

Bombardier Global 6500: Darf in den USA nicht verkauft werden, sagt Präsident Donald Trump.

Trump will Bombardier aus den USA verbannen - doch die Drohung birgt einen sachlichen Fehler

ticker-bombardier-neu

Bombardier übernimmt kanadisches Werk von Mitsubishi

Bombardier Challenger 3500: Die Ryanair Group hat vier Flugzeuge im Portfolio.

Ryanairs geheime Bombardier-Challenger-Flotte

ticker-bombardier-neu

Südkorea setzt bei zweitem Militärprogramm auf Bombardier Global 6500

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier