Boeings X-37: Bald noch leistungsfähiger - theoretisch.

Boeings geheimes Weltraumflugzeug

Das Pentagon und Boeing arbeiten offenbar an einer neuen, unbemannten Version eines Raumschiffs. Doch es gibt noch Hürden.

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Zwei Weltraumflugzeuge besitzt das Pentagon offenbar. Die mysteriöse Mischung aus Flugzeug und Rakete befindet sich gemäß dem Magazin Wired erst auf der zweiten, länger als acht Monate dauernden Testmission im All - und schon kündigt man eine wesentliche Neuerung an. Wie der Hersteller Boeing nun verkündet, will man den bisher unbemannten Flieger offenbar zu einem Transportmittel für Astronauten umbauen. Die aktuelle Version X-37B fliegt ferngesteuert. Der Nachfolger X-37C könnte das zwar auch, aber er könnte ebenfalls von einem Menschen gesteuert werden, so Boeing. Fünf Astronauten hätten an Bord der Maschine platz. Plus ein weiterer im Notfall. Damit würde sich die X37C etwa auch für Evakuierungen eignen.

Das besondere ist die Mischung aus Flugzeug und Raumschiff. Das Fluggerät startet mit Raketenantrieb. Die Landung erfolgt jedoch wie mit einem Flugzeug. Sei es möglich, damit auch Menschen zu transportieren, so eröffne das laut Boeing ganz neue Möglichkeiten. Man könne beispielsweise eine Mischung aus Astronauten und Fracht transportieren und damit Raumstationen wie die ISS versorgen. Aber auch für den Weltraumtourismus wäre das interessant. Die sanfte Landung zeige ein neues Erlebnis auf, heisst es beim Hersteller.

Konkurrenz für Private

Damit würde der Luftfahrtriese Boeing zum ernsthaften Konkurrenten für zahlreiche Jungfirmen, die an Maschinen tüfteln, mit denen man gut zahlende Touristen ins All fliegen könnte. Doch ganz ohne weiteres dürfte die Entwicklung nicht von statten gehen. Das Problem ist unter anderem auch das straffe Budget des Pentagons. Schon die X37B kostet pro Stück gemäß Wired rund eine Milliarde Dollar. Und der Air Force-Kommandeur William Shelton hätte gegenüber dem Magazin schon einmal die Rentabilität des Projekts angezweifelt. «Die große Frage ist, ob das ganze kosteneffizient ist.»

Und auch die NASA, für die der lieber sich durch die neuen Möglichkeiten ebenfalls eignen würde, scheint zurückhaltend. Der Grund: nach zwei tödlichen Unfällen mit Space Shuttles will man lieber Raumkapseln verwenden. Diese verbrauchen beim Wiedereintritt in die Atmosphäre nur 5 Prozent der Energie, die eine Maschine mit Flügeln wie die X37's verbrauchen würde - und das bedeutet ein Plus an Sicherheit.

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