Boeing 787: Problem im Werk North Charleston.

FAA untersuchtBoeing-Angestellte erledigten 787-Inspektionen nur auf dem Papier

Der Flugzeugbauer hat das nächste Problem. Dieses Mal geht es um Tests an der Flügel-Rumpf-Verbindung von Dreamlinern. Dabei gibt es aber auch eine gute Nachricht bei Boeing.

Top-Jobs

Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs

Seitdem im Januar eine Boeing 737 Max von Alaska Airlines im Flug ein Rumpfpaneel verlor, arbeitet der Flugzeugbauer unter hohem öffentlichen Druck daran, die eigene Sicherheitskultur und Qualitätskontrolle zu verbessern. In dieser Hinsicht ist nun etwas Schlechtes und etwas Gutes geschehen, dieses Mal in der 787-Produktion.

Das Schlechte: Boeing-Angestellte im Dreamliner-Werk North Charleston haben laut dem Flugzeugbauer Inspektionen dokumentiert, die sie gar nicht vorgenommen haben. Scott Stocker, Generaldirektor des Werkes, schrieb am 29. April an das dortige Personal, ein Arbeiter habe beobachtet und berichtet, dass vorgeschriebene Tests an der Verbindung und elektrischen Erdung zwischen Tragfläche und Rumpf nicht durchgeführt wurden.

Folgen für die Kunden

«Nach Erhalt des Berichts überprüften wir die Angelegenheit schnell und erfuhren, dass mehrere Personen gegen die Unternehmensrichtlinien verstoßen hatten, indem sie einen vorgeschriebenen Test nicht durchführten, die Arbeit aber als abgeschlossen protokollierten», zitiert die Zeitung Seattle Times aus dem Schreiben von Stocker.

«Unser Ingenieurteam ist zu dem Schluss gekommen, dass dieses Fehlverhalten kein unmittelbares Sicherheitsproblem für den Flug darstellt», so der Manager. «Es wird jedoch Auswirkungen auf unsere Kunden und unsere Abgestellten im Werk haben, da der Test nun außerhalb der Reihenfolge an Flugzeugen im Bauprozess durchgeführt werden muss.»

Lob für den Mitarbeiter

Boeing hat all das der Luftfahrtbehörde FAA gemeldet, die eine Untersuchung eingeleitet hat. «Die FAA untersucht, ob Boeing die Inspektionen abgeschlossen hat und ob Mitarbeiter des Unternehmens möglicherweise Flugzeugprotokolle gefälscht haben», so die Behörde. Boeing prüfe alle Dreamliner, die sich noch im Produktionssystem befänden, und müsse auch einen Plan für die im Einsatz befindliche Flotte erstellen, erklärte die FAA.

Das Gute: Die Meldung des Fehlers vom Angestellten an dessen Vorgesetzte ans Management an die FAA hat funktioniert. «Ich möchte diesem Teamkollegen persönlich danken und ihn dafür loben, dass er das Richtige getan hat», schrieb Manager Stocker. «Es ist entscheidend, dass jeder von uns etwas sagt, wenn wir etwas sehen, das nicht richtig aussieht.» Stocker kündigte zudem «rasche und ernsthafte Korrekturmaßnahmen» an.

Mehr zum Thema

Die D-ABPI namens Berlin.

Lufthansa plant mit Allegris-Dreamlinern erst ab 2025

Dreamliner-Produktion: Da lief etwas schief.

Boeing-Whistleblower: «Leute sprangen auf die Teile des Flugzeugs»

Eine Boeing 737 Max 10 und eine 737 Max von Alaska Airlines: Etliche Herausforderungen.

Diese Probleme muss Boeings neue Führung lösen

alaska airlines

Alaska Airlines ist nun anders stolz auf Boeing

Video

airbusa350edelweissbusinesssuite003
Alles neu bei Edelweiss: Die Schweizer Ferienfluglinie stellt ihre komplett neu entwickelte Airbus-A350-Kabine vor. Premium Economy, Business Suite und ein aufgewertetes Design sollen das Langstreckenerlebnis neu definieren – ohne die Ferien-DNA zu verlieren. Genau darin liegt die Chance. Und das Risiko.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
united airlines airbus a321 neo nosewheel
Harte Landung in Orlando: Ein Airbus A321 Neo von United Airlines hat bei der Ankunft in Orlando eines der Räder des Bugfahrwerkes verloren.
Timo Nowack
Timo Nowack
antonov leipzig 14
Aufgrund des russischen Angriffskriegs musste die ukrainische Frachtfluggesellschaft ihre Basis nach Deutschland verlegen. aeroTELEGRAPH hat Antonov Airlines und ihre An-124 am Flughafen Leipzig/Halle besucht.
Timo Nowack
Timo Nowack