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Mangelnde Nachfrage

Boeing fährt Produktion der 747-8 herunter

Die Kunden für die Boeing 747-8 bleiben aus. Deshalb muss der amerikanische Flugzeugbauer die Ausstoßrate erneut zurückfahren - auf das absolute Minimum.

Boeing

Boeing 747-8: Flug ins Ungewisse.

Die Prognosen klangen vielversprechend. In der Größenklasse von 400 und mehr Passagieren würden bis 2025 rund 900 neue Flugzeuge benötigt, so Boeing vor zehn Jahren. Und von diesem Kuchen wollte sich der amerikanische Flugzeugbauer selbst ein großes Stück abschneiden. Denn mit der Neuversion seines Klassikers 747 hatte er eben ein passendes Produkt auf den Markt gebracht. Die 747-8 sei leiser, treibstoffsparender und angenehmer für Passagiere, erklärte Boeing.

Die Hoffnung auf eine Orderflut hat sich aber nicht erfüllt. Bis heute sammelte Boeing nur gerade 120 Bestellungen für die 747-8 ein. Und der Trend zeigt nach unten. 2015 bekam der Konzern vier neue Aufträge, 2014 waren es nur zwei gewesen. Der Arbeitsvorrat bei dem neuen Jumbo-Jet neigt sich langsam dem Ende zu. Deshalb kürzt Boeing nun die Produktionsrate ein weiteres Mal.

Ab 2016 nur noch eine Boeing 747-8 pro Monat

Es ist die vierte Reduktion des Ausstoßes innerhalb von zwei Jahren. Ab März 2016 wird pro Monat nur noch eine Boeing 747-8 das Werk verlassen. Bis anhin waren es noch 1,3, 2013 gar noch 2,0 Flieger pro Monat gewesen. Die 1,0 werden gemeinhin als unterste Schwelle für die Profitabilität angesehen.

Boeing glaubt denn auch weiterhin an die 747-8 – aber vor allem im Frachtgeschäft. Einen Schub verlieh dem Programm an der Paris Air Show zumindest die Absichterklärung von Volga Dnepr, bis zu 20 747-8 zu kaufen. Doch auch dieser Auftrag alleine rettet das Programm nicht langfristig.



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