Letzte Aktualisierung: um 23:18 Uhr
Partner von  

Erstauslieferung

Boeing bringt 737 Max deutlich früher

Es ist eine ziemlich untypische Nachricht in der Branche. Boeing hat bestätigt, dass man die Boeing 737 Max deutlich früher als geplant ausliefern wird.

Die Boeing 737 Max kommt vielleicht später als ihr Konkurrenzmodell A320 Neo auf den Markt. Dafür aber schlägt sich der neue Mittelstreckenjet des amerikanischen Flugzeugbauers in Sachen Produkteinführungszeit hervorragend. Am 29. Januar hatte die 737 Max ihren Erstflug erfolgreich absolviert. Rund 400 Teststunden hat der Flieger mit Triebwerken von CFM seither in der Luft verbucht.

Das sorge dafür, dass man die 737 Max deutlich früher als geplant ausliefern werde, ließ Boeings Chef der zivilen Sparte, Ryan Conner, nun verlauten. Laut der Zeitung Wall Street Journal kündigte er an, den ersten Jet schon in der ersten Hälfte 2017 an Southwest Airlines auszuliefern. Geplant war eigentlich das dritte Quartal gewesen.

Airbus hat die Nase vorn

Der Erfolg der 737 Max ist für Boeing so wichtig wie für Airbus der Erfolg des A320-Neo-Programms. Die Amerikaner behaupten, ihr Flugzeug sei nochmals sparsamer als das europäische Vergleichsmodell. Auf dem Markt hat bislang Airbus dank einem zeitlichen Vorsprung von rund acht Monaten noch die Nase vorn.

Aber bei Boeings Konkurrent Airbus verlief der Start des neuen Mittelstreckenjets A320 Neo weniger glücklich als es nun bei Boeing der Fall zu sein scheint.  Wegen Problemen mit den Triebwerken von Pratt & Whitney lehnte der geplante Erstkunde Qatar Airways die Annahme des Fliegers ab – und Lufthansa kam zum Zug.

A320 Neo hat Probleme mit Triebwerken

Die PW1100G-Triebwerke von Pratt & Whitney müssen zuerst zwischen zwei und sechs Minuten im Leerlauf gelassen werden, bevor sie genug Schub entwickeln, damit ein Flugzeug von alleine rollen kann. Das verlängert die Umlaufzeit eines Flugzeugs am Boden. Das Problem ist größer, wenn die Umgebungstemperatur hoch ist – und genau das ist am Persischen Golf der Fall. Das erklärt auch, weshalb Qatar Airways unzufrieden ist, während Lufthansa den A320 mit den gleichen Triebwerken lobt.

 



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem, beleidigendem oder rein polemischem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.