Letzte Aktualisierung: um 11:19 Uhr
Partner von  

Das Aus für die Königin der Lüfte

Die B747 ist eines der beliebtesten Flugzeuge. Doch es ist in die Jahre gekommen. Und muss daher Platz machen für neuere Modelle.

Als «das Ende einer Ära» bezeichnete es Singapore-Airlines-Chef Goh Choon Phong. Die Boeing B747 flog fast 40 Jahre für die Airline, bevor man sie nun endgültig in Rente schickte – um sie mit dem Airbus A380 zu ersetzen. Der letzte Flug fand am vergangenen Wochenende statt. Und das, obwohl der amerikanische Produzent Boeing schon im kommenden Monat die neuste Version seines Jumbos in die Lüfte schickt. Die erste gestreckte Version des Fliegers wird unter der Lufthansa-Flagge abheben. Außer den Deutschen hat Korean Air ebenfalls einige 747-8 Intercontinental bestellt. Insgesamt sind es aber nur 25 der Jets, die bislang von Fluggesellschaften für den Passagiertransport geordert wurden. Auch wenn die neuste Version des Boeing-Jumbos mit einer Länge von 76,2 Metern der längste Passagierflieger der Welt ist – gegen die moderneren Modelle kommt sie nicht an. Die 747-8 ist nur als Frachter wirklich erfolgreich.

Die meisten Airlines machen wenig Aufheben um das Ende der B747 und ersetzen sie nach und nach mit neueren Jets. So auch United, einer der größten B747-Nutzer. 24 Jumbos befinden sich noch in der Flotte der Airline. Sie werden über die Zeit durch Boeings Dreamliner und dem Airbus-Konkurrenzmodell A350 ersetzet, das in den nächsten Jahren auf den Markt kommt. Auf den gleichen Mix setzen auch Air New Zealand und Cathay Pacific. Neben der B787 und dem A350 soll aber auch die 777-300ER die B747 ersetzen. Japan Airlines hat im vergangenen Jahr mit denselben Absichten den letzten Jumbo eingemottet – nach über 41 Dienstjahren.

A380 ersetzt den Jumbo

Auch die australische Qantas will die Jumbos loswerden. Insgesamt 26 Maschinen befinden sich im Besitz der Airline. Seit 2009 hat man schon vier Stück in Rente geschickt, dieses Jahr sollen es noch einmal sechs sein. «2021 sollen alle B747 die Qantas-Flotte verlassen haben», so ein Sprecher der Airline gegenüber dem Magazin Australian Business Traveller. An ihre Stelle treten soll wie bei Singapore der A380.

Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie.



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem, beleidigendem oder rein polemischem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.