Umweg von AF662: Mehrere Stunden zusätzlich geflogen.

Konflikte in NahostBoeing 777 von Air France flog riesigen Umweg nach Dubai

9:15 Stunden für einen Flug von Paris nach Dubai? Das ist nicht normal. Eine Boeing 777 von Air France war aufgrund eines ungewöhnlichen Umwegs aber diese Woche so lange unterwegs.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Flüge nach Nahost sind aktuell komplizierter zu organisieren als noch vor wenigen Monaten. Seit der Konflikt zwischen Israel und Hamas und Hisbollah zu einem ausgewachsenen Krieg geworden ist, müssen Fluggesellschaften immer wieder - je nach Bedrohungslage - Lufträume meiden. Das verlängert die Flüge.

Bei Air France kam es diese Woche allerdings zu einem ungewöhnlich großen Umweg. Normalerweise geht Flug AF662 aktuell südlich an Israel vorbei über Ägypten und schließlich Saudi-Arabien nach Dubai. Doch in der Nacht vom 27. auf den 28. Oktober war das anders, wie Daten des Flugverfolgungsdienstes Radarbox zeigen.

Ungewöhnliche Route

Die Boeing 777 mit dem Kennzeichen F-GZND umflog die Konfliktzone östlich. Sie nahm zuerst Kurs über das Schwarze Meer, flog schließlich über Armenien, weiter über das Kaspische Meer und über Turkmenistan. Schließlich ging es über Afghanistan und Pakistan in Richtung eines Anflugs von Südosten auf Dubai.

Die aktuell übliche Streckenführung.

Das ganze sorgte dafür, dass der Flieger deutlich verspätet in Dubai ankam. Statt in der Regel rund sechseinhalb Stunden war die Boeing 777 von Air France 9:14 Stunden lang in der Luft. Sie landete um 2:42 Uhr in Dubai. Dieselbe Route nahm das Flugzeug dann auch zurück nach Paris.

Auch der Rückflug brauchte länger

Es hob mit vier Stunden Verspätung in Dubai ab und landere mit rund fünf Stunden Verspätung gegen Mittag des Folgetages wieder in Paris. Flüge anderer Airlines wie Lufthansa oder Swiss nahmen auch am 27. und 28. die gewohnte Route, zeigt eine Stichprobe bei Radarbox.

Die Streckenführung am 27./28. Oktober.

Die ungewöhnliche Streckenführung sei einmalig gewesen, so ein Sprecher von Air France. «Aufgrund der sich entwickelnden Sicherheitslage im Nahen Osten und als Vorsichtsmaßnahme haben wir beschlossen, den Überflug des saudi-arabischen Territoriums bis zum 28. Oktober um 12:00 Uhr Pariser Zeit auszusetzen.» Die Flugpläne würden generell in Echtzeit angepasst, um ein Höchstmaß an Flugsicherheit zu gewährleisten. «Air France beobachtet die geopolitische Lage in den von ihr bedienten und überflogenen Regionen ständig und erinnert daran, dass die Sicherheit ihrer Kundinnen und Kunden und Besatzungen oberste Priorität hat.»

Mehr zum Thema

Die drei Airbus A380 von Emirates landeten außerplanmäßig in Wien.

Stelldichein von drei Airbus A380 gleichzeitig in Wien

Boeing 747 von Lufthansa, Route vom 6. August: Kein Weg über Niger.

Abrupte Luftraumschließung zwingt Boeing 747 von Lufthansa zur Landung

Airbus A340-300 von Lufthansa: Flog eine andere Route.

Airbus A340 von Lufthansa nimmt ungewöhnliche Route

ticker-air-france

Air France will Nahost-Flüge bereits ab Mai und Juni wieder aufnehmen – British Airways wartet bis August

Video

condor flughafen zeichnen
Wer am Flughafen warten muss, kann einen künstlerischen Zeitvertreib ausprobieren. Zeichner Kevin Zych gibt eine kurze Videoanleitung dafür.
Timo Nowack
Timo Nowack
erdfall la guardia loch
Am New Yorker Flughafen LaGuardia ist nahe einer Start- und Landebahn ein tiefes Loch im Rollweg entdeckt worden. Viele Flüge mussten am Mittwoch gestrichen werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies