Boeing 777-200: Experten zweifeln nicht am Flugzuegmodell.

«Boeing 777 bleibt am sichersten»

Nach dem Absturz von Malaysia Airlines Flug MH370 beginnt die Suche nach möglichen Ursachen. An eine Schuld seitens Boeing glauben Experten nicht.

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Bis wirklich klar ist, was auf Flug MH370 passierte, dürfte es wohl Jahre dauern. Noch ist nicht einmal klar, wo genau der Flieger abgestürzt ist. Doch wie bei jedem Unglück kursieren jetzt schon Theorien über mögliche Ursachen für den fatalen Crash. Auch der involvierte Flugzeugtyp, die Boeing 777 wurde dabei bereits thematisiert. Probleme mit dem Autopiloten habe es schon öfter gegeben, hieß es in einigen asiatischen Medien. Vielleicht erkläre das auch einen allfälligen plötzlichen Kurswechsel, der auf Radardaten zu sehen ist.

Experten jedoch schließen technische Probleme so gut wie aus. «Ich habe auch noch nie von einem Autopiloten-Problem gehört, das zu einem solchen Vorfall führte», sagt Richard Aboulafia, Vizepräsident und Luftfahrtanalyst beim Beratungsunternehmen Teal Group. Außerdem spreche gegen technische Fehler, dass die Piloten keinen Notruf ausgesandt hätten. «Selbst, wenn beide Triebwerke ausfallen, hätte man noch die Möglichkeit dazu», so ein Langstreckenpilot gegenüber aeroTELEGRAPH.

«Etwas Plötzliches und Gewaltiges»

Laut Aboulafia ist und bleibt die Boeing 777 das sicherste Flugzeug der Welt. «Zwanzig Jahre, Millionen Meilen, flogen die mehr als tausend Jets ohne Probleme», so Aboulafia zu aeroTELEGRAPH. Es sei fast unmöglich, dass sich nun herausstellt, dass es mit der Triple-Seven ein Problem gebe. Auch laut Piloten spreche der Hergang eher dafür, dass etwas «extrem Plötzliches und Gewaltiges» das Flugzeug zerstört habe und jegliche Kommunikation unmöglich machte.

«Was wir wissen: Es war ein sehr gutes Flugzeug, einer guten Fluglinie und es gab überhaupt keine Wetterprobleme», erklärt er weiter. «Aber: Mindestens zwei Passagiere mit falscher Identität befanden sich an Bord. Das ist absolut nicht normal und muss untersucht werden.» Auch Unternehmens- und Technologieberater Hans Weber von Tecop International sagt, die verdächtigen Passagiere an Bord «geben zu denken».

Zwei Theorien

Er hat zwei Theorien, wie es zum plötzlichen Stopp der Kommunikation und schließlich zum Absturz kommen konnte. «Zum einen kann es zu einem katastrophalen Druckverlust gekommen sein», so Weber. Dieser hätte etwa entstehen können, wenn Teile des Triebwerks herausgeschleudert würden und den Rumpf beschädigten - oder aber auch durch eine Bombenexplosion. «Zum anderen kann es sein, dass der Kontakt bewusst und mit krimineller Absicht abgebrochen wurde», so Weber weiter.

Die Boeing 777 galt bislang als überaus zuverlässiges Flugzeug. Unglücksflug OZ214 von Asiana besass bis anhin den traurigen Negativrekord bei den Unglücken. Beim verunglückten Landeanflug auf San Francisco kamen vergangenen Sommer drei Menschen ums Leben. Totalverluste gab es sonst mit dem Langstreckenflieger neben OZ214 erst zwei weitere. 2008 setzte eine Boeing 777 von British Airways in London Heathrow zu früh auf. Niemand kam dabei ums Leben. Der Jet wurde aber total zerstört. 2011 kam es am Flughafen von Kairo im Cockpit einer startbereiten B777 von Egypt Air zu einem Feuer. Passagiere und Crew kamen nicht zu Schaden. Das Flugzeug aber war danach nicht mehr zu gebrauchen.

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