Eine Animation zum Zwischenfall.

Flughafen AustinBoeing 767 fliegt über startende Boeing 737 hinweg

Am Flughafen von Austin kam es fast zu einer Katastrophe. Die Flugsicherung lotste eine landende Boeing 767 F von Fedex auf die Piste, auf der gerade eine Boeing 737 von Southwest startete.

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Flug FX1432 von Fedex Express verbindet täglich Memphis mit Austin. Am Samstag (4. Februar) war die Boeing 767 F mit dem Kennzeichen auf der 900 Kilometer langen Strecke von Tennessee nach Texas unterwegs. Nach etwas mehr als einer Stunde Flug meldete sich das Cockpitpersonal des Frachters um 6.40 Uhr Ortszeit im Anflug bei den Lotsen.

Es bekam die Erlaubnis, auf Piste 18L des Austin-Bergstrom International Airports zu landen und wurde darauf hingewiesen, dass vor ihnen eine Boeing 737 starten würde. Denn der Jet von Southwest war in jenem Zeitpunkt bereit für den Start. Er hatte als Flug WN708 den mexikanischen Urlaubsort Cancun zum Ziel.

Boeing 737 konnte Start nicht mehr abbrechen

Wenige Minuten nachdem die Boeing 767 F  die Erlaubnis zur Landung auf 18 L erhalten hatte, bekam auch die Boeing 737-700 mit dem Kennzeichen N7827A von Southwest die Erlaubnis, auf Piste 18 L zu starten. Die Cockpitcrew wurde ebenfalls darauf hingewiesen, dass hinter ihnen ein anders Flugzeug zur Landung ansetzte. Wenig später fragte ein Pilot von Fedex zur Sicherheit nochmals nach, ob man wirklich auf 18 L landen solle. Der Lotse antworete: «Positiv».

In jenem Zeitpunkt lag dichter Nebel über Austin. Als die Boeing 767 die Nebeldecke durchstach, bemerkte sie endgültig die Gefahr. Und der Lotse wurde jetzt ebenfalls gewahr, dass ein Risiko einer Kollision bestand und fragte bei der Crew von Southwest nach, ob sie mit ihrer Boeing 737 bereits rolle. Die bestätigte dies. Der Lotse hatte sie zuvor auch gebeten, nach rechts abzubiegen, wie das auf Zwischenfälle spezialisierte Portal Aviation Herald schreibt.

Ein Jet nach links, einer nach rechts

Über Funk befahl zu ungefähr gleicher Zeit zudem eine Person dem Cockpitpersonal von Southwest, den Start abzubrechen. Es ist unklar, ob das ein Lotse oder einer der Fedex-Piloten war. Den Start konnten die Boeing 737-700 aber bereits nicht mehr abbrechen.

Im Cockpit der Boeing 767 F hatte man sich da jedoch glücklicherweise schon zuvor für ein Durchstarten entschieden. Das Flugzeug war bereits auf 150 Meter über Boden gesunken, als es rund 300 Meter vor Pistenanfang wieder zu steigen begann. Dennoch überflog es danach die Piste und damit auch die startende Boeing 737, bevor es nach links abbog. Der Jet von Southwest drehte nachdem Abheben umgehend nach rechts ab.

Weniger als 300 Meter Abstand

«Der Pilot des Fedex-Flugzeugs brach die Landung ab und leitete einen Steigflug ein», teilte die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA in einer Erklärung mit. Sie und die Verkehrssicherheitsbehörde NTSB untersuchen den Zwischenfall. Gemäß dem Flugverfolgungsdienst Flightradar 24 betrug der vertikale Abstand zwischen den beiden Flugzeugen weniger als 1000 Fuß oder 300 Meter.

Der Funkverkehr zum Zwischenfall:

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