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Airline auf Kanalinseln

Blue Islands streicht drei Strecken

Die Fluggesellschaft Blue Islands streicht ihr Streckennetz zusammen. Zugleich wehrt sie sich gegen Vorwürfe, sie würde sich deutlich verkleinern.

Zum Jahreswechsel baut Blue Islands um: Die Airline mit Sitz auf den Kanalinseln wird ab dem 31. Dezember Zürich und ab dem 5. Januar Paris von Jersey aus nicht mehr anfliegen. Zudem wird die Verbindung nach Amsterdam ab dem 4. Januar gestrichen. Es ist unklar, ob es sich um saisonale oder dauerhafte Einschnitte handelt, meldet World Airline News.

Aurigny, die den Bodendienst für Blue Islands am Jersey Airport übernimmt, wirft der Airline vor, 30 Jobs zu gefährden. Durch die Streichungen sei der Betrieb in Jersey unrentabel, erklärte Aurigny. Blue Islands habe sich entschlossen, Jersey «im Stich zu lassen».

Wer hat Jersey im Stich gelassen?

Es sei völlig falsch von einer deutlichen Verringerung des Flugbetriebs zu sprechen, wehrt sich Blue Islands laut BBC. «In diesem Jahr wird Blue Islands mehr als 330‘000 Passagiere befördern, das ist ein Plus von 65 Prozent im Vergleich zu 2013.» Leider habe sich Aurigny entschlossen Jersey im Stich zu lassen, statt die Prozesse anzupassen und so rentabel zu bleiben.

Aurigny und Blue Islands hatten 2013 einen Code-Sharing-Vertrag abgeschlossen. Danach übernahm Blues Islands die Verbindung von Jersey und Guernsey, Aurigny kümmerte sich um den Bodendienst und verkaufte die Tickets. Dieser Vertrag soll aber durch die jetzigen Streckenstreichungen unberührt bleiben.