Letzte Aktualisierung: um 14:01 Uhr
Partner von  

Angst vor Krankheit

Mädchen darf nicht an Bord – zu blass

Fast hätte eine Teenagerin ihre Traumferien auf den Malediven nicht antreten können. Der Grund: Der Teint der Rothaarigen bereitete dem Check-In-Personal Sorgen.

Familie Wain

Grace (rechts) mit ihrem Vater und ihrem Bruder: Zum Glück gab es ein Happy End.

Dass rothaarige Menschen in der Regel nicht braungebrannt sind, ist zumindest in unseren Breitengraden allgemein bekannt. Nur den Check-In-Mitarbeitern von Etihad am Flughafen Manchester war die Hautfarbe einer Schottin offenbar nicht geheuer. Wie verschiedene britische Medien berichten, verweigerten sie einem Mädchen den Einstieg, weil sie zu blass war und die Mitarbeiter befürchteten, dass es an Bord einen medizinischen Notfall geben könnte.

Die 14-Jährige Grace Wain wollte am vergangenen Montag (6. Juli) gemeinsam mit ihrer Familie mit Etihad über Abu Dhabi auf die Malediven fliegen. Sie war etwas müde, ihr war warm und gelangweilt lehnte sie an ihrer Mutter. Daraus schlossen die Mitarbeiter am Check-In offenbar, dass die Teenagerin krank war. «Wir sagten: Sie ist Schottin. Sie hat rote Haare. So sieht sie einfach aus», berichtet ihr Vater. Grace selbst und ihr elfjähriger Bruder brachen wegen der Probleme in Tränen aus.

Zum Glück überpünktlich

Zum Glück war die Familie besonders pünktlich und erschien für den Flug, der um 20:20 Uhr abheben sollte, bereits um 16 Uhr am Flughafen. Nur so konnten sie nach dem verweigerten Check-In noch einmal den Hausarzt der Tochter Grace aufsuchen, damit dieser ihr ein Attest ausstellen konnte, welches ihre Flugfähigkeit bestätigte.

Nachdem der Hausarzt Graces Reisetauglichkeit in einem kurzen Schreiben bestätigt hatte, durften die Wains dann doch an Bord des Fliegers. Das Problem: Ihr Gepäck schaffte es erst mit einigen Tagen Verspätung in das Luxus-Resort auf den Inseln im Indischen Ozean. Ob das an den Problemen vor Abflug lag, ist allerdings nicht bekannt.



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem, beleidigendem oder rein polemischem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.