Flieger von B&H Airlines: Widersprüchliche Aussagen.

Bosniens Fluglinie am Boden

Die Flugzeuge von B&H Airlines stehen am Boden. Die Fluglinie macht technische Probleme verantwortlich. Doch die Gründe scheinen auch finanzieller Art zu sein.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Noch vor zwei Wochen hegte das Management forsche Ausbaupläne. Auf den Sommer wollte es eine Fokker 100 leasen, um damit neue Ziele anzufliegen. Geplant waren untere anderem Flüge nach Istanbul und Skopje. Doch nun heißt es statt Expansion Grounding. Seit mehreren Tagen steht die Flotte von B&H Airlines am Boden. Das Unternehmen selbst führt das auf technische Probleme zurück. Die eine ATR72 sei bereits seit einiger Zeit in Deutschland, um überholt zu werden. Nun sei auch die andere noch ausgefallen und brauche kleinere Reparaturen, erklärte ein Sprecher des Unternehmens gegenüber dem Nachrichtenportal Balkans.com. Man warte nur auf Neuigkeiten aus der Wartung.

Der bosnische Transportminister Enver Bijedic aber erzählt eine andere Geschichte. B&H Airlines habe kein Geld mehr, erklärte er am Dienstag (5. März). Weil die Fluglinie die Leasingraten für ihre beiden ATR72 nicht mehr bezahlt habe, habe die österreichische Bank Hypo Alpe Adria ihre Konten gesperrt. Ein Sprecher des Geldinstituts bestätigte den Umstand. Man habe den Entscheid nicht überstürzt gefällt, so die Bank. «Die Sperrung der Konten war die letzte Option.» Insgesamt hat die Airline gemäß Medienberichten sieben Millionen konvertible Mark (rund 3,7 Millionen Euro) Schulden bei der Hypo Alpe Adria.

Jährliche Zuschüße

Nun finden Gespräche zwischen der Bank, der Regierung und der Airline statt. Eine Insolvenz sei nicht im eigenen Interesse, erklärte Hypo Alpe Adria. Man werde deshalb zu Kompromissen bereit sein.

B&H Airlines gehört dem Staat. Die Regierung wollte die Airline zwar privatisieren. Doch alle Interessenten sagten am Ende wieder ab. Bosnien schießt jährlich 2,7 Millionen konvertible Mark ein, zudem erhält B&H Airlines die Abfluggebühren am Flughafen Sarajevo. Dennoch musste das Management die Flotte laufend verkleinern. Die frühere Miteigentümerin Turkish Airlines zog ihren Airbus A319 zurück, nachdem sie ihre Anteile an den Staat zurückgab. Eine B737 wurde ebenfalls zurückgegeben. Der bereits verhandelte Kauf eines eigenen A319 rückt nun in weite Ferne. Fürs Management geht es nur noch darum, im Geschäft zu bleiben.

Mehr zum Thema

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
delta kapitaen verlaedet gepaeck
Der Flug ab Atlanta hatte schon Verspätung und es war nur ein Mitarbeiter da, um das Gepäck ins Flugzeug zu laden. Da stieg ein Pilot von Delta Air Lines aus und packte mit an.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies