Flughafen Viracopos: Hauptbasis von Azul.

Rückgabe der Konzession in ViracoposBetreiber von brasilianischem Flughafen hat genug

Vor fünf Jahren übernahm ein privates Konsortium den Betrieb des brasilianischen Flughafens Viracopos. Doch die erhoffte Rendite blieb aus, deshalb wurde die Konzession nun an den Staat zurückgegeben.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Brasilien gilt in Sachen Luftfahrt als Eldorado. Denn das Land ist groß und der Mittelstand wächst trotz momentaner Politik- und Wirtschaftskrise. Der Inlandsverkehr wird sich deshalb in den kommenden zwanzig Jahren mehr als verzweifachen, schätzt beispielsweise Airbus.

Dennoch ist der Gewinn einer Konzession zum Betrieb eines brasilianischen Flughafens kein garantierter Jackpot. Das zeigt der Fall des Aeroporto Internacional de Viracopos. Der Flughafen der Großstadt Campinas bei São Paulo und die wichtigste Basis von Azul wurde 2012 in private Hände übergeben. Ein Konsortium bestehend aus zwei Finanzgesellschaften und dem französischen Flughafenbetreiber Egis übernahm damals die Führung.

Verspätung bei neuem Terminal

Doch die Gruppe bekam schnell Probleme. Denn zum einen hatte sie einen sehr hohen Preis für Viracopos bezahlt. Zum anderen schlitterte Brasilien danach in eine tiefe Krise. Die Passagierzahlen stiegen zum ersten Mal nicht mehr explosionsartig an. In den zehn Jahren vor der Übernahme durch die privaten Betreiber hatten sie sich noch verdreizehnfacht. Seither wachsen sie nur noch einstellig. Die Schere zwischen Ausgaben für die Konzession und Einnahmen ging auf.

Hinzu kamen Probleme beim Bau des neuen Terminals mit einer Kapazität von 25 Millionen Passagieren pro Jahr und 28 neuen Parkpositionen für Flieger mit Fluggastbrücken. Es hätte eigentlich zur Fußball-WM 2014 fertig sein sollen, wurde aber erst danach in Betrieb genommen. Vollständig eröffnet wurde es erst 2016. Die Baukosten stiegen durch Verzögerungen an. Andere versprochene Projekte wurden gar nicht realisiert.

Streit um Zahlungen

Wegen der Geldprobleme unterließ der Betreiber es seither, einen genügenden Unterhalt zu leisten. Deshalb hat er diesen Juli beschlossen, die Konzession an den Staat zurückzugeben. Die Regierung Brasiliens überlegt sich nun, die Konzession in der nächsten Runde der Flughafenprivatisierung erneut auszuschreiben. Gestritten wird nun über ausstehende Zahlungen und eine Entschädigung des Investors. Bis die Rückgabe geregelt ist, bleibt der jetzige Betreiber zuständig.

In Brasilien sind auch ein deutscher und ein schweizerischer Flughafen aktiv. Fraport ist für die Führung von Fortaleza und Porto Alegre zuständig. Zürich betreibt die Flughäfen von Belo Horizonte und neu Florianopolis.

Mehr zum Thema

ticker-welt

Brasilien, Argentinien, Chile und Paraguay planen gemeinsamen Luftverkehrsmarkt

ticker-brasilien

Brasilien greift Fluggesellschaften mit Notfallkredit unter die Arme

ticker-brasilien

Brasiliens Inlandsflugverkehr boomt - 15 Prozent höheres Angebot in der Hochsaison

ticker-brasilien

Brasilien prüft erneut Kauf eines neuen Präsidentenflugzeugs

Video

alaska airlines missionarin
Eine christliche Influencerin hielt in einem Flugzeug von Alaska Airlines unaufgefordert eine Rede über Gott und Jesus - und das nicht zum ersten Mal. Nun musste sie am Gate weiterpredigen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a321 neo jetsmart sprayer
Sprayer haben am Flughafen Santiago de Chile einen Airbus A321 Neo besprüht, der noch nicht mal ein Jahr alt ist. Es handelt sich um einen von drei Jets im Besitz von Jetsmart, die Wizz-Air-Farben tragen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil