Heckflosse von Brussels Airlines: Staat will einschreiten.

Staat hilft Brussels Airlines

Die belgische Regierung unterstützt die Nationalairline Brussels Airlines. Sie tut es aber nur indirekt - um die EU nicht zu erzürnen.

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Belgiens Staatssekretär Melchior Wathelet arbeitet diskret. Er schnürt gemäß den Tageszeitungen L'Echo und De Tijd derzeit hinter den Kulissen ein Stützungspaket für die drei belgischen Fluggesellschaften Brussels Airlines, Thomas Cook und Jetairfly. Am Montag sollen die sechs Parteien der regierenden Koalition genauere Gespräche über den Vorschlag führen, so die Blätter.

Belgiens Fluglinien leiden vor allem unter der Konkurrenz von Ryanair. Mehr als fünfzig Ziele fliegen die Iren ab dem kostengünstigen Flughafen Brussels South Charleroi an. Schon einmal versuchte die belgische Regierung deshalb, die eigenen Anbieter finanziell zu stützen. Doch die Europäische Union lehnte den Vorschlag ab.

Auch Thomas Cook und Jetairfly profitieren

Nun fand Staatssekretär Wathelet offenbar einen neuen Weg. Den am Flughafen Brüssel Zaventem operierenden Fluglinien sollen die Sicherheitsgebühren erlassen werden. Das bedeutet für sie Einsparungen von 20 Millionen Euro pro Jahr. Davon würden vor allem die inländischen Thomas Cook und Jetairfly profitieren, allen voran aber Brussels Airlines. Sie ist für 65 Prozent der Flugbewegungen in Brüssel verantwortlich. Sie bekäme laut L'Echo und De Tijd daher rund 15 Millionen. Und das würde indirekt auch die Lufthansa freuen. Denn ihr gehört Brussels Airlines zu 45 Prozent. Für die restlichen 55 Prozent besitzen die Deutschen eine Kaufoption.

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