Geschlechtsneutrale Unifornen von Virgin Atlantic: Die Airline steht für Diversität.

Flüge nach Saudi-ArabienBei Virgin Atlantic heißt es: Diversity? Ja, aber…

Die britische Airline ist ein Vorreiter in Fragen von Diversität und Inklusion. Doch wenn es um Flüge nach Saudi-Arabien geht, weicht Virgin Atlantic von ihrer offenen Unternehmenskultur ab. Aus gutem Grund.

Top-Jobs

Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Virgin Atlantic setzt sich schon länger für Diversität und Selbstbestimmung ein. Mit der Einführung der A350 im Jahr 2020 wurden die Flying Ladies – also die leicht bekleideten Pin-Ups auf dem Rumpf unterhalb des Cockpits – durch männliche Figuren ersetzt, die zudem mehr als nur einen roten Badeanzug tragen. Zwei Jahre später schaffte die Fluglinie die geschlechtsspezifischen Uniformen für ihre Mitarbeitenden ab.

Die Airline hat sogar ein Manifest veröffentlicht, in dem es heißt, dass ein Umfeld geschaffen werden soll, das die Individualität der Menschen wertschätzt und ihre einzigartige Identität respektiert, um den Stolz zu fördern, Teil von Virgin Atlantic zu sein. Das Ziel der Airline ist es, jede:n zu befähigen, die Welt zu erobern.

Airline stellt Sicherheit der Beschäftigten in den Vordergrund

Doch dieses Ziel stößt auf Grenzen. Das Reisemagazin Skift berichtet, dass die Airline ihren Mitarbeitenden für die kommenden Flüge nach Saudi-Arabien empfiehlt, keine Uniformen zu tragen, die nicht dem im Reisepass angegebenen Geschlecht entsprechen. Ein Sprecher der Airline bestätigte diesen Ratschlag.

«Wir führen für die Sicherheit unserer Mitarbeitenden an jedem Zielort eine Risikobewertung durch. Um die Sicherheit unserer Crew auf Reisen nach Saudi-Arabien zu gewährleisten, empfehlen wir nach dieser Risikobewertung, die Uniform zu tragen, die dem im Reisepass angegebenen Geschlecht entspricht», so die Airline.

Riad ab März 2025

Virgin Atlantic wird ab dem 30. März 2025 eine tägliche Verbindung von London-Heathrow zum King Khalid International Airport in Riad aufnehmen. Die Strecke wird mit einem Airbus A330 Neo bedient.

Diese Entscheidung ist nicht das erste Mal, dass Virgins geschlechtsneutrale Haltung in Frage gestellt wird. Bereits 2022 kündigte die Fluggesellschaft an, dass die geschlechtsneutrale Uniformrichtlinie nicht für die Crew eines Sonderflugs gelten würde, der die englische Fußballnationalmannschaft zur Fifa-Weltmeisterschaft nach Katar bringen sollte.

Auch Flying Icons weniger progressiv

Variabel zeigte sich Virgin Atlantic auch bei den Flying Icons. Bei einer ersten Präsentation waren die Motive deutlich progressiver, als sie letztendlich umgesetzt wurden. So sollten die neuen Flying Icons ursprünglich körperbetonte Männer und Frauen mit der Pride-Flagge zeigen. Es wird spekuliert, dass die Airline sich dagegen entschieden hat, weil sie auch in Länder fliegt, in denen Homosexualität noch immer stark tabuisiert wird.

Mehr zum Thema

Virgins Uniformen: Alle sollen tragen, worin sie sich wohlfühlen.

Doppelt so viele Bewerbungen dank genderneutraler Uniformen

Flying Icons im Vergleich: Links das ursprünglich vorgestellte Design, rechts die tatsächliche Gestaltung.

Virgin Atlantic zieht den Flying Icons mehr an

Erstflug im Juni 1984: Damals gab es noch keine Flying Ladies bei Virgin Atlantic.

Virgin Atlantic stellt Flying Ladies Gentlemen zur Seite

ticker-virgin-atlantic

Virgin Atlantic verkauft sechs Airbus A330 Neo und least sie zurück

Video

wrack bombardier crj 900 ntsb
Die Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat neues Videomaterial zum Zusammenstoß einer Bombardier CRJ 900 von Air Canada mit einem Feuerwehrauto am New Yorker Flughafen LaGuardia veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigen, wie heftig die Kollision war.
Timo Nowack
Timo Nowack
michael rousseau air canada
Nach dem tödlichen Unglück einer Bombardier CRJ 900 am New Yorker Flughafen La Guardia brachte der Chef von Air Canada sein Mitgefühl zum Ausdruck - allerdings nur auf Englisch. Nun kommt von hochrangiger Stelle eine Rücktrittsforderung - auch, weil es nicht der erste sprachliche Fauxpas ist.
Timo Nowack
Timo Nowack
united crj 450 interior
Neun Sitze weniger, dafür eine Business Class und mehr Komfort. United Airlines will bis 2028 rund 50 Regionalflugzeuge vom Typ Bombardier CRJ 200 umrüsten und verpasst ihnen dazu gleich einen neuen Namen: CRJ 450.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies