Airbus-Jet von Frontier:

Frontier stellt Hotline einBei Fragen und Problemen bitte nicht anrufen!

Frontier will keine Kundenanrufe mehr. Die amerikanische Fluggesellschaft hat ihr Callcenter dichtgemacht - auch weil sich das Verhalten der Reisenden ändert.

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Ein unerwarteter Anruf? Für viele Millennials ist das der absolute Alptraum. Auch selbst anrufen zu müssen ist bei vielen Menschen jüngerer Generationen mit das unangenehmste, mit dem man konfrontiert werden kann. 80 Prozent der im Zeitraum der frühen 1980er- bis zu den späten 1990er-Jahren Geborenen versuchen, Anrufe zu vermeiden, heißt es in einer Studie der EU Business School. Sie präferieren die Kommunikation über Chats und andere digitale Kanäle.

Frontier ist also so etwas wie ein Millennial der Airlinebranche. Und sagt jetzt ihren Kundinnen und Kunden: Ruft uns bitte nicht mehr an. Wer eine Unregelmäßigkeit erlebt hat, buchen, umbuchen oder eine Frage stellen will, kann das jetzt nicht mehr über die Hotline der amerikanischen Fluggesellschaft.

Kein Telefon mehr

Die Fluggesellschaft hat ihren Telefonservice in der vergangenen Woche eingestellt, berichtet der Nachrichtensender CNN. Kundinnen und Kunden, die Hilfe oder Informationen suchen, müssen sich mit einem Online-Chatbot unterhalten. Alternativ können sie Frontier auf sozialen Medien oder Whatsapp kontaktieren. Diejenigen, die mit echten Menschen sprechen müssen, können das. Aber auch nur digital. 24 Stunden am Tag steht ein Chat zur Verfügung.

«Wir haben festgestellt, dass die meisten Kunden es vorziehen, über digitale Kanäle zu kommunizieren», so eine Sprecherin. Die neue Art der Kommunikation sei deutlich effizienter. Wer nun versucht auf der Hotline anzurufen, wird aufgefordert, bitte den Chat zu nutzen.

Strafen für Frontier wegen Kundenservice

Das Callcenter von Frontier war wie die vieler anderer Fluggesellschaften zu Pandemiezeiten bereits überfordert – was zu teils großen Verzögerungen bei Erstattungen und Rückzahlungen bei Ausfällen führte. Als einzige Fluggesellschaft aus den USA strafte die Regierung die Billigairline denn auch kürzlich ab, als sie sechs Fluglinien zu Zahlungen an Reisende aufforderte. Frontier muss 222 Millionen Dollar an geforderten Rückerstattungen zahlen. Hinzu kommt eine zivilrechtliche Strafe von 2,2 Millionen wegen der Verzögerungen.

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