Jet von Brussels Airlines: Viele Angestellte sind unzufrieden.

StreiksBei Brussels Airlines droht ein heißer Sommer

Das Kabinen- und Cockpitpersonal der Lufthansa-Tochter ist unzufrieden. Sie drohen Brussels Airlines mit Streik - ausgerechnet in den sowieso schon angespannten Sommermonaten.

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Die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter von Brussels Airlines sind unzufrieden. Während der Pandemie einigten sie sich mit dem Management auf einen Krisenvertrag. Inzwischen aber geht es der Fluggesellschaft wieder besser und das Flugangebot wurde stark ausgeweitet. Das führe zu einer hohen Belastung, beklagen sie sich.

«1000 Menschen haben das Unternehmen verlassen, und von denjenigen, die geblieben sind, wird verlangt, dass sie noch härtere Arbeitsbedingungen akzeptieren als zuvor», so ein Gewerkschaftsvertreter zum Rundfunksender RTL. Vor allem sei die Ruhezeit zwischen zwei Einsätzen deutlich kürzer geworden. Sie sei jetzt ungenügend, so ein zentraler Vorwurf.

Cockpitersonal ist für Streik

Die Gewerkschaft des Kabinenpersonals sagt, die Führung von Brussels Airlines sei nicht auf ihre Vorschläge eingegangen. Sie hat deshalb zu einer Urabstimmung aufgerufen. Das Resultat soll am Mittwoch (15. Juni) vorliegen. Dann ist klar, ob die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter der belgischen Nationalairline einen Streik wollen oder nicht.

Die Pilotinnen und Piloten von Brussels Airlines sind bereits weiter. 90 Prozent von ihnen haben sich nach erfolglosen Verhandlungen für mehr Lohn dafür ausgesprochen, die Arbeit niederzulegen. Und so haben die Gewerkschaften dem Management der Lufthansa-Tochter eine Streikankündigung überreicht. Ende Juni oder Anfang Juli würden das Cockpitpersonal für drei Tage in Ausstand treten. Ob er tatsächlich stattfindet, ist aber noch nicht klar.

Cockpitersonal ist für Streik

Brussels Airlines erklärt, man sei sich bewusst, «dass die Arbeitsbelastung hoch ist». Man sei auch zu weiteren Verhandlungen bereit. Die aktuellen Vereinbarungen seien aber von den Gewerkschaften im Rahmen der Umstrukturierung während der Corona-Krise unterzeichnet worden.

Nicht nur bei der Lufthansa-Tochter selbst droht Streik. Am 20. Juni wird die Mehrheit der Angestellten der Sicherheitskontrollen am Flughafen Brüssel streiken. Das wird bedeuten, dass auch die Fluggesellschaft wird viele Flüge streichen müssen. Wegen Personalmangels musste sie bereits zuvor 148 Flüge im Juni und Juli streichen. Brussels Airlines droht ein heißer Sommer.

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