Szene aus der BBC-Dokumentation: Harte Ausbildung zum Flugbegleiterin.

Bitte keine Toten im WC verstauen!

Was makaber klingt, ist tatsächlich eine Regel für Flugbegleiter. British Airways nennt Tipps, was man mit Reisenden machen soll, die an Bord sterben.

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«Ist ein Arzt an Bord?» Diese Frage hört man nicht selten an Bord eines Fliegers. Oft erledigt sich das Problem dann schnell. Panikattacken, Schluckauf oder Übelkeit enden meist glimpflich. Doch es kommt auch vor, dass das nicht so ist und etwa ein Herzinfarkt an Bord tödlich endet. Und dann? Wie eine Dokumentation zeigt, welche der britische Fernsehsender BBC in der kommenden Woche ausstrahlt, ist es für Flugbegleiter gar nicht so einfach, in solchen Fällen richtig zu handeln.

Die Filmcrew begleitete für die Serie «A Very British Airline» Flugbegleiter von British Airways, die für ihren Job ausgebildet wurden. Eine Anekdote behandelt die Frage, wie man mit einer frischen Leiche umgeht. Es sei eine Grauzone, so die Ausbilderin. Vor einigen Jahren, berichtet sie laut einem Artikel der britischen Zeitung Independent, habe man einfach so getan, als lebe der Mensch noch. Ein Gin oder einen Wodka auf den Tisch, die Schlafmaske über die Augen und eine Zeitung auf den Schoss - und schon sah es aus, als sei der Reisende einfach nur eingenickt.

Am besten in die Business Class

Inzwischen machen wir das aber nicht mehr, versichert die Lehrerin. Eines müsse man aber unbedingt beachten: «Sie dürfen eine Leiche auf keinen Fall in der Toilette verstecken.» Das sei entwürdigend und auch gefährlich. Denn immerhin bestehe dort keine Möglichkeit, den Körper festzuzurren. Und: Es sei auch schon vorgekommen, dass die Totenstarre früh eingesetzt sei und man den Körper nicht mehr aus der Toilette bringen konnte.

Wenn möglich solle man den Toten auf einen leeren Platz in der Business- oder First Class legen und zudecken. Wenn dort kein Platz ist, dann solle man es im Ruhebereich für die Crew versuchen. Nur im allergrößten Notfall dürfe man die Leiche an ihrem Platz lassen.

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