Ehemaliger Airbus A318 von Avianca Brasil: Derzeit steht auch die aktuelle Flotte am Boden.

Grounding Avianca Brasil am Boden

Die brasilianische Luftfahrtbehörde hat das Grounding von Avianca Brasil angeordnet. Die einst viertgrößte brasilianische Fluggesellschaft befindet sich seit Dezember unter Gläubigerschutz.

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Das nächste Kapitel in diesem Drama wurde am Freitag geöffnet. Man habe als Vorsichtsmaßnahme die Betriebseinstellung von Avianca Brasil angeordnet, meldete die brasilianische Zivilluftfahrtbehörde am 24. Mai. Alle Flüge würden ausgesetzt, bis die Fluggesellschaft die Grundlagen für einen sicheren Betrieb wieder sicherstellen könne, so die Agência Nacional de Aviação Civil, kurz Anac. Man habe bei der Entscheidung alle Informationen geprüft, die Avianca Brasil im Bereich betriebliche Sicherheit vorgelegt habe.

Die Fluggesellschaft selbst stellt es etwas anders dar. Man habe die Behörde informiert, den Betrieb zu stoppen, um alle Sicherheits- und Effizienzstandards einhalten zu können, die im Betrieb nötig sind. Man konzentriere sich nun darauf, den Plan zur Rückkehr aus dem im Dezember beantragten Gläubigerschutz durchzuziehen, so Avianca Brasil in einer Mitteilung. Zuletzt hat die Fluggesellschaft nur noch rund 39 Flüge pro Tag durchgeführt. Sie konzentrierte sich dabei auf die Flughäfen São Paulo-Congonhas, Rio de Janeiro-Santos Dumont, Brasília und Salvador.

Verfahrene Situation

Ganz so einfach ist das allerdings nicht. Zuletzt hatte Azul eine neue Offerte für große Teile von Avianca Brasil vorgelegt. Die einst viertgrößte brasilianische Fluggesellschaft lehnt diese jedoch ab. Sie bevorzugt die Versteigerung, bei welcher Gol und Latam mitgeboten haben. Diese ist allerdings von einem Gericht gestoppt worden.

Geht Avianca Brasil unter (alles andere wäre derzeit ein Wunder), verliert die Avianca-Gruppe ihr Standbein in Brasilien. Und die Star Alliance steht erneut ohne Mitglied im größten südamerikanischen Markt dar.

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